Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIII (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 173 (sequence 182)
- Language
- German
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An der östlichen Grenze des Bodens von Nuris, in der Nachbarschaft des Gedud Haawodah, siedelten sich zu Beginn des Jahres 5683 drei Gruppen von Chaluzim aus Zentraleuropa an: die Gruppe,, Chefzi-Bah" aus der Tschechoslowakei, der ,,Schomer-Hazair" und die Gruppe „Zwi", in einer Gesamtzahl von 132 Arbeitern (142 Seelen). Vorläufig arbeiten sie gemeinsam, bis die Ameliorierungsarbeiten auf dieser Fläche von etwa 5000 Dunam ausgeführt sein werden. Diese Gruppen haben im Laufe des Jahres etwa 2000 Dunam Ackerboden und Pflanzungen bearbeitet. Für die Bedürfnisse der Siedler wurde in der Tschechoslowakei und in Deutschland eine Sammlung von Geräten und Baumaterialien veranstaltet. Im Laufe des Sommers 5683 werden auf Bechnung des K. K. L. im östlichen Nuris die folgenden grundlegenden Ameliorierungsarbeiten verrichtet werden: a) Wasserversorgung aus der Quelle Bechaniah, die sich etwa 3 km von Beth-Alpha entfernt befindet; b) Drainage der Sümpfe, die sich durch Ausfließen der Quelle Sachneh bilden, in der Nähe des Bodens von Nuris und Beth-Schan. 8. Landwirtschaftliche Schule für Mädchen und Farmbetriebe für Arbeiterinnen. Die meisten Chaluzoth, die ins Land kommen, wollen sich mit Landwirtschaft beschäftigen. Aber den meisten Chaluzoth fehlt die nötige Eignung für die Arbeit überhaupt und insbesondere für die Arbeit im Haus und in der ländlichen Wirtschaft. Damit eine Chaluzah diese wichtige Bolle erfüllen kann, braucht sie eine richtige Yorbereitung. Um die Chaluzah so vorzubereiten, gingen wir an die Begründung einer landwirtschaftlichen Schule für Mädchen nach dem Plan der Frau €hana Meisel-Schochath. Der Kongreß hatte für diesen Zweck einen Betrag von £ 5000 bewilligt. Nachdem diese Frage mit dem landwirtschaftlichen Bate und mit ■der Verfasserin des Planes der Schule besprochen war, wurde Nahalal als Platz der Schule bestimmt, und der Nationalfonds übergab der Schule 500 Dunam Boden in Erbpacht. Hier wurden nun Magazine für das Inventar, welches der Frauenverband in Deutschland, Tschechoslowakei und Bumänien beschafft hat, sowie eine Wohnbaracke für 10 Schülerinnen errichtet. Man begann ferner mit dem Bau eines Stalles und eines Geflügelstalles, sowie der Errichtung einer Baracke als provisorischer Küche. Endlich wurde die Umzäunung angelegt, ein Teil des Bodens wurde gepflügt und das Inventar für eine Baumschule angeschafft, in der jetzt 10 Mädchen arbeiten. Daneben wurden Vorbereitungen für die Errichtung des Zentralgebäudes der Schule getroffen, welche teilweise auf Bechnung des landwirtschaftlichen Budgets und teils aus den Mitteln der Frauenorganisation erbaut werden wird. Die Arbeit in der Baumschule wird jetzt mit Hilfe eines Darlehens fortgeführt, welches das Arbeiterinnenkomitee des Arbeitsdepartements für arbeitslose Mädchen zwecks Erlernung des Berufs gewährt hat. Für die Erwerbung des lebenden Inventars (Milchkühe) erhielt die Leitung der Schule diverse private Spenden. Sobald der Nationalfonds die Bewässerung geregelt hat, wird die Schule zu Beginn des neuen landwirtschaftlichen Jahres eröffnet werden. 173