Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIII (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 163 (sequence 172)
- Language
- German
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cl) Kf ar-Malal (Ain-Chai). In Ain-Chai wurden in der Berichtszeit die Bauplätze für die Ansiedlungen von 30 Familien verteilt. Zu den bereits vorhandenen drei Steinhäusern wurden 18 Baracken errichtet, 10 Ställe gebaut, die Plätze wurden eingezäunt und die Wasserversorgung geregelt. Die Zahl der Familien in Kf ar-Malal beträgt jetzt 24 (80 Seelen). Die Siedlung hat dieses Jahr 700 Dunam Ackerland und 100 Dunam Pflanzungen bearbeitet, außer 800 Dunam Boden der Kolonisten von Ain-Chain, welche die Mitglieder des Moschaw-Owdim noch nebenher bearbeiten. Das lebende Inventar der Siedlung besteht jetzt aus 20 Stück Milchkühen und 11 Arbeitstieren. Die Hauptfrage der endgültigen Konsolidierung der Siedlung ist die Erwerbung des nötigen Bodens für 30 bis 40 Familien. Der K. K. L. beschäftigt sich bereits mit dem Ankauf des Bodens, und ein Teil des Kaufes ist bereits perfekt. 3. Endgültige Ansiedlung in den von früher her bestehenden Farmbetrieben. In den letzten zwei Jahren wurde auch der Ausbau der von früher her existierenden Betriebe bewerkstelligt. Das Bestreben unserer Wirtschaften zielte seit langem dahin, eine gemischte Wirtschaft zu schaffen, die verschiedene Zweige der Landwirtschaft enthalten und die Hauptbedürfnisse des Siedlers befriedigen soll. Für die Verwirklichung dieses Bestrebens aber gab es in unseren Betrieben bis zur Periode der letzten zwei Jahre nur Anfänge. Es fehlten Milchtiere, Geflügel, Bienen usw. Unsere Arbeit in diesen zwei Jahren war daher besonders auf die Entwicklung dieser Wirtschaftszweige gerichtet. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Entwicklung, der Milchwirtschaft gewidmet. Wir bemühten uns mit Erfolg, in unsere Betriebe eine möglichst große Zahl von Milchkühen einzuführen, andererseits suchten wir ebenfalls erfolgreich die Milcherträge durch Einführung von Bassenkühen und gemischtrassigen Kühen zu heben. Statt der arabischen Kühe, die nur 600 bis 800 Liter Milch jährlich geben, finden wir in unsern Betrieben jetzt vielfach Kühe mit Milcherträgen von 2000 bis 4000 Liter und mehr pro Jahr. An die Verkaufsstellen des „Hamaschbir" konnte daher im letzten Jahre Milch und Milchprodukte im Werte von £ 8000 geliefert werden. Gleichzeitig mit der Vergrößerung der Molkereien vergrößerten unsere Betriebe die für Futterbau bestimmten Flächen. Besondere Aufmerksamkeit verwandten wir ferner auf die Geflügelzucht, den Gemüsebau und die Bienenzucht. Der Gemüsebau ergab im Anfang seiner Entwicklung während der Kriegszeit keine guten Besultate. In der letzten Zeit jedoch gewinnt er jedoch immer mehr den ihm gebührenden Platz. Dies ist ein Ergebnis der Vervollkommnung unserer Arbeiter und des Zustroms von Immigranten aus Zentraleuropa, von denen ein Teil in diesem Fache ausgebildet war. Gute Aussichten für Gemüsebau gibt es einerseits in Emek Jesreel, wo die Bewässerung billig ist, andererseits in der Nähe der Städte. Für die Entwicklung einer planmäßigen Geflügelzucht wurde ein Sachverständiger aus Amerika angestellt und erlesene Geflügelrassen ins Land eingeführt. Die Lieferung von Gemüse, Honig und Eiern für die lokalen Märkte ist eine gewöhnliche Erscheinung geworden,und selbst die Kolonien von 11* 163