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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1923-01-01 · XIII (1923) · p. Seite 164

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIII (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 164 (sequence 173)
Language
German
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IRI
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Judäa, die sich größtenteils mit Pflanzungen befassen, beziehen nun ihren Bedarf an Milch und Gemüse aus unseren gemischten Wirtschaften. Die Versorgung der jüdischen Bevölkerung mit Lebensmitteln befindet sich also auf dem Wege der Lösung. Die Erkenntnis, daß auch die Pflanzungen nicht vernachlässigt werden dürfen, wird bei unseren Siedlern immer stärker. In dieser Beziehung wurden wichtige Schritte unternommen und fast in allen unseren Wirtschaften Fruchtbäume und Beben gepflanzt, und zwar in Sorten, für die es im Lande Absatz gibt. Besonders wurden angepflanzt: Tafeltrauben und Trauben für Bosinenbereitung. Diese Arbeit brachte guten Erfolg und es ist zu hoffen, daß die Einnahmen hieraus eine wichtige Kolle im Budget unserer Betriebe spielen werden. Durch die Lösung der Frage der Lebensmittelversorgung in den Betrieben wurde es möglich, das System der Zahlung von Gehältern zu beseitigen, das früher in den Farmen üblich war. Nach diesem System erhielten früher die Arbeiter ein fixes Monatsgehalt, und wenn die Einnahmen der Wirtschaft für die Zahlung der Gehälter nicht genügten, wurde die Differenz als Verlust des Betriebes verzeichnet. Seit zwei Jahren haben wir diesem System ein Ende gemacht, und heute besteht für die Siedler nur die Frage der Lebensmittelversorgung aus der Wirtschaft selbst und aus den Nebeneinnahmen der Arbeiter. Die Einschränkung der Ausgaben in unseren Wirtschaften hat heute sogar die untere Grenze überschritten, und von den Besuchern unserer Siedlungen wird häufig die Bemerkung gemacht, daß die Einschränkung in der Lebensmittelversorgung unserer Kolonien bereits zu weit gehe. Eine erhebliche Besserung ist in der Frage der Seßhaftigkeit der Siedler zu konstatieren. Das Wandern von Ort zu Ort ist sehr bedeutend zurückgegangen und die Bodenständigkeit sehr gestiegen. In Verbindung mit dieser wichtigen Änderung ist auch die erfreuliche Tatsache hervorzuheben, daß die größere Selbständigkeit der Betriebe diesen die Möglichkeit verschafft hat, Kredite mit oder ohne unsere Garantie für sie zu bekommen. Bei der Anlage der Siedlungen sind zuerst Wirtschaftsgebäude wichtiger als Wohngebäude; das gilt besonders unter den klimatischen Bedingungen Erez Israels und bei seinen heutigen ökonomischen Ver. hältnissen. Die Siedler können eine Zeitlang in Zelten und in Baracken wohnen, dagegen kann man das Vieh wegen des Klimas und der Gefahr des Diebstahls und der Überfälle nicht lange in Holzhäusern belassen _ Wir bemühten uns daher, die Wirtschaftsgebäude in allen unsern neuen Siedlungsorten schnellstens zu errichten. Die Bauarbeit wurde so organisiert, daß unter Aufsicht eines Ingenieurs und nach seinen Instruktionen die Siedler selbst die Gebäude errichteten oder durch das „Bureau für öffentliche Arbeiten" der Arbeiterorganisation, unter Teilnahme der Siedler, die Bauarbeiten durchgeführt wurden. Dieser Versuch zeigte uns, daß es möglich ist, die nötigen landwirtschaftlichen Gebäude mit bescheidenen Mitteln zu errichten. So wurde der große Stall in Kirjath-Anawim, ein weiterer in Gan-Schmuel, die neuen großen Gebäude in Daganja A und B und alle Ställe in Nachlath-Jehuda, Kfar-Nahalal, Kfar-Jecheskiel und Kfar-Malal (Ain-Chai) gebaut. Die Beteiligung der Siedler an der Arbeit hat nicht nur die Arbeit verbilligt, 164

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