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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1923-01-01 · XIII (1923) · p. Seite 162

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIII (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 162 (sequence 171)
Language
German
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IRI
…/9038125-9047323--0786-9047000
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Die Zahl der Siedler in Nahalal beträgt jetzt 80 Familien. Der Platz der Siedlung wurde durch Sachverständige ausgewählt, der Plan wurde durch einen Sachverständigen für den Bau von Städten und Kolonien vorbereitet. Die Siedler konnten sämtlich für sich Baracken errichten; ferner wurden provisorische Baracken für öffentliche Zwecke und 50 Ställe gebaut. Das lebende Inventar der Siedlung zählt jetzt 80 Stück Milchkühe und 20 Paar Arbeitstiere. Bis jetzt konnten die Siedler in Nahalal 3000 Dunam Boden für Wintergetreide und 1000 Dunam für Sommergetreide bearbeiten und 500 Dunam mit Waldbäumen sowie 150 Dunam mit Reben bepflanzen. Jeder Siedler konnte endlich den Garten neben seinem Hause bearbeiten, b) Kfar-Jecheskiel. Im Kislew 5682 siedelten sich die ersten Siedler auf der Fläche an, die für den Moschaw-Owdim Kfar-Jecheskiel auf dem Boden von Nuris,-in der Nähe der Eisenbahnstation Ain-Charod, bestimmt war. Da sich die Ansiedhmg verspätete, trat auch eine Verspätung in den landwirtschaftlichen Winterarbeiten des Jahres 5682 ein. Die Siedler begannen einen Kwisch von der Eisenbahnstation bis zum Platze anzulegen, sowie Baracken und die nötigen Wohn- und Stallgebäude zu errichten. Wie für Kfar-Nahalal wurde auch für dieses Dorf der Siedlungsplatz durch ein Experten-Komitee gewählt und der Bebauungsplan durch einen Sachverständigen angefertigt. In Kfar-Jecheskiel siedeln sich jetzt 60 Familien an. Trotz der schweren finanziellen Lage der Siedler sehen wir auch hier einen gewaltigen Fortschritt. Es wurden bereits Baracken für alle Familien und 30 Ställe aus Eisenbeton gebaut. Das lebende Inventar der Siedlung besteht aus 40 Arbeitstieren, 35 Milchkühen und Geflügel. Die Siedler haben in diesen Jahren 1800 Dunam Ackerland und 400 Dunam Gärten neben den Häusern bearbeitet, sowie 200 Dunam Wald gepflanzt. Jetzt bereiten die Siedler den Boden zur Aussaat für das nächste Jahr vor. Die Wasserversorgung für die Siedlung aus der Quelle Ain-Charod und die Anlage des Weges von der Station Ain-Charod zum Zentrum der Siedlung wurden durch den K. K. L. durchgeführt. Außer den Moschwei-Owdim Kfar-Nahalal und Kfar-Jecheskiel gingen in der Berichtszeit drei Siedlungspunkte, die von früher her bestanden, zum System der Moschwei-Owdim über. Es sind das, wie bereits erwähnt, Nachlath-Jehuda, Ben-Schemen, Kfar-Malal (Ain-Chai). Die Entwicklung von Nachlath-Jehuda wurde bereits an anderer Stelle besprochen. Hier soll die Entwicklung von Ben-Schemen und Kfar-Malal geschildert werden. c) Ben-Sehe men. Im Jahre5682wurde in Ben-Schemen daslnventar zwischen der Versuchsstation der Zionistischen Exekutive und dem Moschaw-Owdim in Ben-Schemen geteilt. Die Bauplätze für die Siedlung wurden abgesteckt, Ställe für einen Teil der Siedler errichtet und die Häuser, welche seinerzeit durch den K. K. L. für die Arbeiter in der Bezalelwerkstätte in Ben-Schemen errichtet worden sind, für die Siedler hergerichtet. Die Zahl der Familien in Ben-Schemen beträgt 11 (zusammen 49 Seelen). Jede von ihnen hat in diesem Jahre 80 Dunam Ackerboden, Gemüse und Pflanzungen bearbeitet. Das lebende Inventar jeder Familie besteht aus zwei Kühen, einem Kalb und einem Arbeitstier. Die Arbeit wird mit Erfolg geführt. Besonderen Erfolg hat die Molkerei der Siedlung, deren Ertrag der größte im Lande ist. 162

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