Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIII (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 125 (sequence 134)
- Language
- German
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bleibt Aufgabe der Z.O. Indes hat sich die Frauenorganisation „Hadassah', dankenswerterweise bereit erklärt, über ihren Beitrag zum Budget der Krankenhäuser hinaus noch weitere $ 20 000 jährlich für das allgemeine Budget der Hadassah zur Verfügung zu stellen. Die sich aus obigem Vertrag ergebenden Ersparnisse im ordentlichen Palästina-Etat werden allerdings erst im nächsten Jahre in die Erscheinung treten. 5. Bechnungs- und Sachkontrolle. Wir sind uns darüber im klaren, daß außer der Budget- und Buchkontrolle, eine Sachkontrolle und regelmäßige Zweckrevision der Palästina-Verwaltung, d. h. die Prüfung der Ausgaben und Arbeitsmethoden auf ihre Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit zur Ergänzung einer wirksamen Finanzkontrolle notwendig sind. Dazu müßte ein Mitglied des Wirtsohaftsrates sich dauernd dieser Aufgabe widmen und einmal jährlich auf einige Monate zwecks Durchführung einer deartigen Sachkontrolle nach Palästina gehen. In diesem Zusammenhange käme auch die Entsendung von fachmännischen Beratern in Frage. Wie oben berichtet, hat der F. W. R. inbezug auf das Sanitätswerk Herrn Prof. Bosenthal mit einer derartigen Mission betraut; ebenso wird im September d. J. Herr Prof. Elwood Mead, ein hervorragender Fachmann auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Ansiedlung in Australien und Kalifornien, nach Palästina kommen, um über den Stand unserer landwirtschaftlichen Kolonisation zu berichten. 6. Koordination der Finanzinstitute. Über den Stand und die Tätigkeit der einzelnen Finanzinstitute gehen dem Kongreß Spezialberichte zu. Der Wirtschaftsrat war bemüht, in die Finanz- und Siedlungspolitik unserer verschiedenartigen Institute mehr Einheitlichkeit zu bringen und nötigenfalls einen Ausgleich ihrer Sonderinteressen herbeizuführen. Unsere Bemühungen auf diesem Gebiete waren durch den Umstand erleichtert, daß die leitenden Direktoren und Governore fast sämtlicher Institute im Wirtschaftsrat saßen. Doch soll schon hier bemerkt werden, daß es im Interesse der Koordinierungs- und Ausgleichsaufgabe des Wirtschaftsrates liegt, daß die verschiedenen Finanzinstitute mehr oder weniger gleichmäßig in ihm vertreten sind. Speziell seitens des Jüdischen Nationalfonds wird gewünscht, daß die weitgehende Identität des F. W. R. mit den zionistischen Direktoren des Keren Hajessod eingeschränkt wird. a) Keren Hajessod und Keren Kajemeth. Der Fortschritt des Keren Hajessod in den zwei Jahren seiner voll entwickelten organisatorischen Wirksamkeit blieb hinter den Erfordernissen der Palästinaarbeit, wie sie in den Budgets des Kongresses und der Jahreskonferenz veranschlagt wurden, zurück. Doch ist die Tatsache von nicht zu unterschätzender Bedeutung, daß der K. H. in den zwei Jahren, April 1921 bis März 1923 mehr als £ 800 000 aufbrachte und bis zum 1. August seine erste Million Pfund erreicht haben wird. Diese Ergebnisse bilden immerhin eine feste Basis für unsere Maßnahmen auf dem Gebiet der Palästina- Arbeit in der nächsten Periode. Alle Angelegenheiten prinzipieller Natur wurden vom Direktorium des K. H. stets dem Wirtschaftsrate zur Stellungnahme vorgelegt. An der Umgestaltung der Verwaltung des Jüdischen Nationalfonds im Zusammenhang mit der Verlegung des Hauptbureaus nach Palästina nahm der F. W. R. tätigen Anteil. Die ernste Besorgnis aller Freunde unseres nationalen Landfonds angesichts des stetigen Rückganges seiner .125