Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIII (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 135)
- Language
- German
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Eingänge in den letzten zwei Jahren hat in der von uns der Jahreskonferenz unterbreiteten und von dieser angenommenen Resolution ihren Ausdruck gefunden. Wir verzeichnen die Tatsache mit Genugtuung, daß der Nationalfonds in den letzten Monaten einen Fortschritt in seinen Sammlungen aufweist und sich einer Jahreseinnahme von £ 120 000 nähert. Die Hauptbuereaus beider Fonds waren mit unserer Unterstützung bemüht, die kaum vermeidbaren Differenzen über die Abgrenzung der Sammelmittel und -Methoden im gegenseitigen Einvernehmen zu regeln. An sich soll aber nicht übersehen werden, daß die Entfernung zwischen den Zentralen in London und Jerusalem die dauernde Koordinierung der Werbearbeit hindern muß und daß die Beziehungen zwischen den zwei Institutionen von dem Umstand in Mitleidenschaft gezogen wurden, daß der Keren Hajessod infolge seiner ungenügenden Eingänge nicht imstande war, die vereinbarte 20%-Quote an den Nationalfonds abzuliefern. Im letzten Jahre hat der Keren Hajessod für Rechnung seiner Schuld an den J. N. F. aus der Zeit vor dem XII. Kongreß £ 10 000 abgezahlt und wir sehen einen gleichen Betrag auch im Etat des nächsten Jahres vor. Sonst hat sich jedoch diese Bestimmung betreffs des 20%-Anteils des J. N. F. eher als eine Fessel denn als Vorteil für beide Fonds erwiesen, und der Wirtschfatsrat schlägt deshalb vor, diesen Punkt der Vereinbarung zwischen beiden Institutionen aufzuheben. b) J. C. T. und A. P. C. Der Bericht an die Jahreskonferenz enthält eine Übersicht über den Stand der Banken im Jahre 1921. Die Berichte für das Jahr 1922, die zur Zeit der Drucklegung dieses Berichtes noch nicht vorlagen, werden vor dem Kongreß besonders veröffentlicht werden. Der J. C. T. hat seine Beziehungen zu einer Reihe von jüdischen Bankinstituten, namentlich in Osteuropa, weiterhin ausgestaltet. Es kann mit Befriedigung festgestellt werden, daß diese meist ganz jungen Gesellschaften vorsichtig geleitet werden und sich gut entwickeln. Die Lodzer Depositenbank, an der der J. C. T. sich im Juli 1922 maßgebend beteiligt hat, hat das erste am 31. Dezember zu Ende gegangene Geschäftsjahr, nach Abschreibung aller Gründungskosten, mit erheblichem Gewinn abgeschlossen. Der Umfang der Geschäfte, sowohl der Zentrale in Lodz wie der Filialen in Warschau und Lemberg ist in stetem Wachsen begriffen. Die gesetzlichen Bestimmungen in den Vereinigten Staaten machen es leider noch immer unmöglich, eine Filiale des J. C. T. in New York zu eröffnen. Die Kampagne für den Verkauf von Aktien des Jewish Colonial Trust hat bisher kein befriedigendes Resultat gezeitigt. In einer großen Reihe von Ländern haben die in Frage kommenden Stellen diese Aktion nicht mit der nötigen Energie gefördert. Insgesamt hat das Departement für die Aktienwerbung etwa 8200 Aktien abgesetzt. Daß bei systematischer Arbeit sehr gute Resultate erzielt werden können, beweist das Beispiel Litauens, wo in den letzten Monaten 1700 Aktien verkauft wurden. Die Anglo-Palestine Company hatte in der Berichtsperiode die überaus schwierige Aufgabe, bei der allgemeinen Krise in Palästina den an sie von allen Seiten herantretenden Anforderungen zur Verlängerung alter und Gewährung neuer Kredite zu entsprechen. Gegenüber gelegentlich auftretenden Klagen von solchen Stellen bei denen ■ die Kreditgewährung seitens einer Bank gar nicht in Frage kommt, kann festgestellt werden, 126