Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIII (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 123 (sequence 132)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/9038125-9047323--0747-9046961- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
treten, die eine zahlenmäßige Vergrößerung des Jischuw und seine wirtschaftliche Verwurzelung in Stadt und Land ermöglichen sollen. Außerdem müssen über den ordentlichen Etat hinaus genügend Mittel für arbeitschaffende und wirtschaftlich notwendige Unternehmungen verbleiben, die dauernde und produktive Existenzmöglichkeiten für eine möglichst große Anzahl von Einwanderern bieten. b) Schuletat und Schulfonds: Die Eeduktion des Anteils der Zionistischen Organisation an dem Schuletat von £ 70 000 im letzten Jahre auf £ 50 000 im Jahre 5684 wirft die Frage der Beschaffung weiterer Mittel für die Erhaltung des Schulwerks auf. Wiederholt wird insbesondere in den Kreisen der Lehrerschaft der Standpunkt vertreten, daß die Kürzung unseres Beitrages zu einer Verkleinerung, wenn nicht gar Verkümmerung des Schulwerkes führen müßte, wenn nicht zugleich ein Schulfonds zur Deckung des Mehrbedarfs ins Leben gerufen wird. Es wird dabei angeregt, eine solche Sondersammlung für das Schulwerk innerhalb des Keren Hajessod zuzulassen. Der Wirtschaftsrat steht dem Vorschlag der Schaffung eines besonderen Schulfonds außerhalb oder innerhalb des Keren Hajessod nach wie vor ablehnend gegenüber. Wir sind der Ansicht, die auch von mehreren Mitgliedern der Exekutive geteilt wird, daß die Verringerung des Schuletats wohl vereinbar ist mit einer Aufrechterhaltung des gegenwärtigen Schulwerkes. Man muß auf dem im Vorjahre beschrittenen Weg wesentlicher Ersparnisse weitergehen. Die Zionistische Exekutive muß ihre Bemühungen um die Erhöhung der auf die jüdischen Schulen gerechterweise entfallenden Quote des Erziehungsbudgets der Palästina-Regierung tatkräftig fortsetzen, und vor allem müssen die jüdischen Gemeinden, die Verwaltungs- und damit Steuerrechte besitzen — wie Tel Awiw, Petach-Tikwah u. a. m. — ihren Anteil am Schuletat sehr wesentlich erhöhen. Schließlich wird auf den Vorschlag des Herrn van Vriesland, Schatzmeisters der Palästina- Exekutive, verwiesen, einen Sc hui vereinen Palästina zu begründen, der diejenigen jüdischen Kreise in Palästina finanziell heranzieht, die weder durch Schulgeld, noch auf dem Wege der Besteuerung erfaßt werden. c) Hadassah: Wie im Bericht an die Jahreskonferenz angekündigt, haben wir im Sonmmer 1922 Herrn Professor Lazar Bosenthal, einen hervorragenden Fachmann auf dem Gebiete des Sanitätswesen, zwecks Berichterstattung über das Werk der Hadassah und die Erfordernisse der sanitären Arbeit im Lande nach Palästina entsendet. Herr Professor Rosenthal, der von Mitte August bis Ende September in Palästina weilte, hat seine Aufgabe in äußerst dankenswerter Weise erfüllt. Der Bericht ist zu umfangreich, um in diesem Rahmen publiziert zu werden. Die wichtigsten Schlußfolgerungen dieses Gutachtens waren folgende: 1. Es ist notwendig und möglich, Kürzungen in dem Budget der Hadassah durchzuführen: . a) durch Verringerung des Pflege- und technischen Hilfspersonals in den Krankenhäusern sowie Verbilligung des Betriebes; b) durch Verringerung der Gehälter eines Teiles der Ärzte gegen Gestattung der Privatpraxis als Kompensation; c) durch Durchführung einer strengeren Sparsamkeit in allen Abteilungen der Hadassah und Einführung exakter Ausgabenormen. 123