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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1923-01-01 · XIII (1923) · p. Seite 17

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIII (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 17 (sequence 26)
Language
German
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IRI
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bedeutsamen Eede des Kolonial-Staatssekretärs Mr. Churchill mit der überwältigenden Mehrheit von 292 gegen 35 Stimmen abgelehnt wurde. Nach diesen Debatten wurde noch der Regierung ein von 93 Mitgliedern beider Parlamentshäuser unterzeichnetes Memorandum übergeben, worin verlangt wurde, daß die Behandlung des Palästinamandats verschoben würde. Aber auch dieser Angriff blieb erfolglos, und unmittelbar darauf wurde das Mandat bestätigt. Die britische Eegierung blieb also fest und ließ sich in keiner Weise durch die antizionistische Kampagne des ersten Halbjahres 1922 von ihrem Wege abbringen. Obwohl zu keiner Zeit der geringste Anlaß zu der Vermutung bestand, daß die britische Eegierung auch nur» für einen Augenblick •daran denken würde, ihre Zusicherungen nicht zu erfüllen, mußten die Zionisten doch auch von ihrer Seite für ihre Sache eintreten. Alles Erdenkliche wurde von der Zionistischen Organisation und der .Zionistischen Föderation Englands getan, um den zionistischen Standpunkt vor der öffentlichen Meinung Englands zu vertreten, und besonders um die vielen bedenkenlosen Entstellungen unverantwortlicher oder schlecht informierter Kritiker zu widerlegen. Es wurde eine Anzahl von Broschüren veröffentlicht, und aus der großen Nachfrage kann auf das Interesse der Öffentlichkeit geschlossen werden. Gleichzeitig wurde eine große Anzahl von Versammlungen veranstaltet, um dem ni cht jüdischen Publikum die Möglichkeit zu geben, ■sich durch zionistische Eedner. über den Zionismus informieren zu lassen. Über 90 solche Versammlungen fanden im Jahre 1922 statt. Diese Arbeit wurde fortgesetzt, und während der ersten 6 Monate des Jahres 1923 wurden weitere 48 Versammlungen veranstaltet. Es kann mit Genugtuung festgestellt werden, daß eine große Anzahl von kaufmännischen Klubs, Ortsgruppen der Völkerbundsliga, gewerblichen Körperschaften, Prauenvereinen und wohltätigen Korporationen in verschiedenen Teilen Englands die Anhörung zionistischer Eedner vor einem nichtjüdischen Publikum, das alle möglichen Kreise der Bevölkerung vertrat, möglich machten. Die Erfahrung hat gelehrt, daß viele ehrliche und gutgläubige Personen über den Zionismus falsch unterrichtet sind und daß eine gute Wirkung erzielt werden kann, wenn die zionistischen Absichten und vor allem die tatsächlichen Leistungen des Zionismus in Palästina klar und maßvoll dargestellt werden. Die arabische Delegation kehrte im August nach Palästina zurück. Durch die Debatte im Unterhause und durch die Bestätigung des Mandats, die darauf folgte, war die Lage geklärt. Infolgedessen flaute •die antizionistischeAgitation etwas ab. Im Herbst rückte jedoch Palästina wieder mehr in den Vordergrund des öffentlichen Interesses, und zwar infolge der Erörterung der britischen Politik im Orient, die durch die Neuwahlen im November 1922 besonders angeregt wurde. Anläßlich der Wahlen gab die zionistische Föderation Englands eine Anzahl informativer Flugblätter heraus, die gute Wirkung hatten. Außerdem wurde beinahe jeder Parlamentskandidat von jüdischen Wählern seines Wahlkreises aufgefordert, seine Ansichten über die englische Politik in Palästina mitzuteilen. Viele Kandidaten gaben die Versicherung ab, daß sie die Politik der Balfour-Deklaration unterstützen ■2 17

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