Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIII (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/9038125-9047323--0637-9046850- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
el Assil, unci der englischen Regierung geführt. Eine offizielle Bekanntgabe über das Ergebnis dieser Verhandlungen erfolgte nicht, obwohl Dr. Naji vor seiner Abfahrt aus London von sich aus eine Erklärung veröffentlichte des Inhalts, daß beträchtliche Fortschritte zur Herbeiführung der arabischen Einheit gemacht worden seien. Am 18. Mai veröffentlichte die moslemisch-christliche Gesellschaft, die die palästinensische Araber- Delegation entsandt hatte, das folgende, angeblich von König Hussein an sie abgesandte Telegramm: „Wir veröffentlichten während des Beiramfestes den Inhalt des arabisch-englischen Vertrages, der sich auf die ursprünglichen englischen Versprechungen gründet, die die Unabhängigkeit der Araber auf der arabischen Halbinsel und in ihren anderen Ländern anerkannte. Die englische Regierung verspricht ihre tätige Unterstützung für eine allgemeine arabische Einheit im Irak, Palästina, Transjordanien und den Staaten Arabiens, abgesehen von Aden. Das Fest wird in Zukunft als das Unabhängigkeitsfest der arabischen Nation gefeiert werden. Verbreitet diese Nachricht, vermeidet aber Ruhestörungen." Diese Mitteilung verursachte beträchtliche Überraschung angesichts der Tatsache, daß der Inhalt des Vertrags noch streng vertraulich war, daß die englische Regierung ihrerseits noch nichts darüber hatte verlautbaren lassen und anscheinend auch niemandem dazu ermächtigt hatte, und angesichts dessen, daß es hinsichtlich Palästinas offenbar unwahrscheinlich war, daß die Bestimmungen des Vertrags richtig wiedergegeben waren. Es war in gleicher Weise überraschend, daß die Regierung des Hedschas, während sie noch mit der englischen Regierung verhandelte, eine Körperschaft ins Vertrauen zog, die im offenen Gegensatz zur englischen Politik in Palästina stand. Die palästinensische Regierung veröffentlichte sofort ein vorsichtig abgefaßtes Dementi des Inhalts, daß nicht angenommen werden dürfe, daß sich in der politischen Stellung Palästinas etwas ändern werde. Da diese Erklärung etwas unklar erschien, stellte die Zionistische Organisation, obwohl sie davon überzeugt war, daß die englische Regierung nicht die Absicht hatte, irgendwelche Verpflichtungen zu übernehmen, die mit den englischen Verpflichtungen aus dem Mandat nicht in Einklang ständen, sofort entsprechende Anfragen an die zuständigen Stellen in London und Jerusalem. Sie wurde durch das Ergebnis dieser Anfragen in ihrer Ansicht bestärkt. Es sei darauf hingewiesen, daß am 27. Mai bei der Gelegenheit der Einweihung der Knesseth-Israel-Synagoge in Jerusalem Sir Herbert Samuel die Gelegenheit wahrnahm, mit Nachdruck zu erklären, daß die Politik der englischen Regierung in Palästina „stets die Förderung der Errichtung der jüdischen Heimstätte in- Palsätina war und sein werde". Am 5. Juni wurde ein Auszug des Vertragsentwurfs von der palästinensischen Regierung offiziell der Presse mitgeteilt. Die Hauptbestimmungen hinsichtlich Palästinas sind in Artikel II enthalten, dessen Text im Auszug folgendermaßen lautet: „Die englische Regierung verpflichtet sich, die Unabhängigkeit der Araber in Irak, in Transjordanien und in den arabischen Staaten der arabischen Halbinsel, mit Ausnahme von Aden anzu- 13