Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIII (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 21)
- Language
- German
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nommen habe, die Deklaration vom 2. November 1917 zu bestätigen und es als eine Angelegenheit von internationaler Bedeutung erklärt habe, daß das jüdische Volk wissen solle, daß es von Eechts wegen in Palästina sei. Weiter wird in dem Brief gesagt, daß Sr. Majestät Begierung auch ausdrücklich anerkannt habe, daß die Juden in der Lage sein müßten, ihre Zahl in Palästina durch Einwanderung zu erhöhen, und daß die Zionistische Organisation zuversichtlich hoffe, daß jede Anordnung betreffend die Kontrolle der Immigration sich in strikter Übereinstimmung mit dem in der Begierungserklärung dargelegten Prinzip befinden werde, wonach der Umfang der Einwanderung durch die wirtschaftliche Fassungskraft des Landes in dem jeweiligen Zeitabschnitt bestimmt werden solle. Dr. Weizmanns Brief schließt mit der Versicherung, daß die Zionistische Organisation zu allen Zeiten den ernsthaften Wunsch gehegt habe, mit allen Teilen der Bevölkerung Palästinas in Harmonie zu kooperieren, und daß sie auch weiterhin keine Anstrengungen scheuen werde, um den Geist des Entgegenkommens zu festigen, auf welchen Sr."Majestät Begierung als auf die einzig sichere Grundlage für die Wohlfahrt des Heiligen Landes hingewiesen habe. Es ist zu, bemerken, daß dieser Briefwechsel unmittelbar vor der Debatte im Unterhause vom 4. Juni stattfand, bei welcher die Verfechter der entgegengesetzten Palästinapolitik eine Niederlage erlitten (292 Stimmen gegen 35), und wenige Wochen vor der Sitzung des Völkerbundsrats, in welcher das Mandat bestätigt wurde. Seit dem Begierungswechsel in England ist keine weitere formelle Erklärung über die Politik erfolgt, jedoch ist das folgende offizielle Communiqué vom 12. Januar 1923 ein deutlicher Hinweis, daß keine Änderung gegenüber der in dem Weißbuch niedergelegten Politik beabsichtigt ist: „Der Herzog von Devonshire, Staatssekretär für die Kolonien, empfing gestern nachmittags im Colonial Office die palästinensische arabische Delegation. Die Unterredung dauerte eine Stunde. Die Delegation legte dem Staatssekretär ausführlich ihre Ansichten dar. Der Herzog von Devonshire teilte ihr in seiner Antwort mit, daß die ganze Frage Palästinas von Sr. Majestät Regierung vorurteilsfrei geprüft werde, doch könne er nicht in Aussicht stellen, daß irgendwelche Abkehr von der im Weißbuch vom Juni 1922 dargelegten Politik der früheren Regierung erfolgen werde." Bis zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Berichts (Mai 1923) hat im Unterhaus keine Debatte über Palästina mehr stattgefunden, doch wurde die Frage unter verschiedenen Gesichtspunkten im Oberhaus wiederholt angeschnitten. Diese Diskussionen waren im großen und ganzen ohne wesentliche Bedeutung. Bemerkenswert war aber die Debatte über die palästinensische Verfassung vom 27. März 1923. In dieser Debatte erklärte Lord Grey, obwohl er ursprünglich die Balfour- Deklaration uneingeschränkt .willkommen hieß, seine Beunruhigung hinsichtlich der Möglichkeit, die Errichtung eines jüdischen nationalen Heims mit den Beeilten der Araber in Übereinstimmung zu bringen, wenngleich er Sympathie für die zionistischen Bestrebungen hege. Der arabische Staatenbund. In den ersten Monaten des Jahres 1923 wurden in London Verhandlungen zwischen einem Gesandten des Königs von Hedschas, Dr. Naji 12