Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 226 (sequence 261)
- Language
- German
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— 226 — An Korrespondenzen hatten wir im letzten Jahre folgende Eingänge: 4700 Einzahlungen auf Postscheckkonto, 800 Einzahlungen per Postanweisung, 500 Verfügungen auf Spenden-Postkarten, 3600 Briefe und Postkarten. An Ausgängen waren zu verzeichnen: 4800 Briefe und Postkarten, 900 Pakete, 8000 Zirkulare, 4000 Drucksachen. II. Sammelmittel. Summe Allg. Sp. Jem. H. G. B. 1. Juli bis 31 Dez. 1911 83 594 72 59 949 91 — — 2 720 50 1912 77 032 23 12 122 85 18 099 92 6 638 85 1. Januar bis 31. März 1913 21 021 74 1 570 12 9 038 53 2 430 7s April 1913 7 401 27 864 79 2 967 13 1 036 51 Mai 1913 12 744 01 1 302 58 3 341 75 1443 84 1. Juli 191 Ibis 31. Mai 1913 201 793 97 75 810 25 33 447 33 14 275 82 Die vorstehende Tabelle, die sich über den Zeitraum vom 1. Juli 1911 bis 31. Mai 1913, also über 23 Monate erstreckt, läßt erkennen, daß in Deutschland fast alle Sammelmittel, jedoch mit verschiedenem und wechselndem Erfolge gepflegt werden. Besonders auffällig ist der rapide Aufschwung des Erträgnisses aus den Sammelbüchsen, die noch im zweiten Halbjahr 1911 bloß etwa ein Viertel aller Erträge brachten, während schon 1912 der dritte Teil aller Eingänge aus Deutschland aus den Büchsen stammte. Hieraus ist ersichtlich, daß wir der Aufstellung der Büchsen unser besonderes Interesse entgegenbringen und daß unsere Anstrengungen in dieser Hinsicht von einem vollen Erfolge gekrönt waren. Wenn wir in Erwägung ziehen, daß heute erst bei etwa 5 o/o der jüdischen 'Familien in Deutschland Sammelbüchsen aufgestellt sind und daß die Aufstellung mit nicht zu großen Schwierigkeiten verbunden ist, so läßt sich die Ausdehnungsfähigkeit dieses Sammelmittels ermessen. Für diese Propaganda haben wir das zuerst in Troppau benutzte Flugblatt „An die jüdischen Frauen" in zweckentsprechender Form herstellen lassen und die Kommissäre zur Benutzung desselben veranlaßt. Das Ergebnis war sehr erfreulich. Das Hauptbureau hat uns bisher insgesamt 11 000 Büchsen geliefert, wovon 7000 Stück endgültig untergebracht sind. Der Rest befindet sich teils bei der Landessammelstelle, teils auch bei den Kommissären. Eine größere Anzahl von Büchsen ist unbrauchbar geworden, ferner eine ebenfalls ziemlich erhebliche Zahl ist von früher der Kontrolle der Landessammelstelle entzogen. Ueber jede von uns abgegebene Büchse wird genau Buch geführt, und wir unterhalten zu diesem Zwecke eine gut funktionierende Kartothek, in der auch jede Leerung registriert wird. Die Leerungen werden mindestens zweimal im Jahre vorgenommen, und zwar größtenteils durch freiwillige Kräfte. Die Büchseninhaber werden