Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 225 (sequence 260)
- Language
- German
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— 225 — DEUTSCHLAND I. Organisation. Die deutsche Zentrale des Jüdischen Nationalfonds unterhält in Berlin eine selbständige Nationalfonds-Kommission, welche aus fünf Mitgliedern besteht. Gegenwärtig setzt sich dieselbe aus folgenden Herren zusammen: 1. Max Wollsteiner, Vorsitzender und Schatzmeister; 2. Rechtsanwalt Hans Steinitz; 3. Rechtsanwalt Dr. A. Cassirer; 4. Davis Trietsch; 5. Dr. jur. Alfred Wollstein. Die Sitzungen der Kommission finden monatlich einmal statt. Der Kommission angegliedert ist Herr Dr. Alfred M a a ß, dem die Revision sämtlicher Ein- und Ausgänge obliegt. Herr Dr. Maaß hat in der Kommission ebenfalls Sitz und Stimme. Die Kommission arbeitet in dauerndem Zusammenhang mit dem Hauptbureau in Köln und mit der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. In Deutschland bestehen drei Distrikts-Kommissionen, und zwar eine in München für das Königreich Bayern, eine zweite in Chemnitz für das Königreich Sachsen und eine dritte (im Entstehen begriffen) in Güstrow für die beiden mecklenburgischen Staaten. Ferner sind im Rheinland zwei Gruppen von kleineren Orten unter je eine Kommission gestellt. Ebenso werden in Oberschlesien mehrere beieinander gelegene Orte von einer Stelle aus verwaltet. Der deutschen Zentrale in Berlin unterstehen 270 Orts- und Vereinskommissäre, die sich über ganz Deutschland verteilen. Seit unserem letzten Bericht anläßlich des X. Kongresses hat sich die Zahl der Kommissäre um 125 vermehrt. Zusammenkünfte der Kommissäre werden zum größten Teil nach Vorschlag der Ortsgruppe von der Zentrale in Berlin bestätigt. Das Bureau der Sammelstelle besteht aus drei Räumen und befindet sich im Hause Sächsische Straße 8, wo auch das Zionistische Zentralbureau seinen Sitz hat. Zurzeit sind beschäftigt: Ein Sekretär (Dr. Arthur Loewenherz), dem die Leitung des Bureaus obliegt. Drei Beamtinnen für die Erledigung der laufenden Arbeiten. Außerdem ist eine Dame diätarisch beschäftigt. Die Ablieferung der bei den Kommissären eingegangenen Gelder erfolgt regelmäßig. Die Gelder der deutschen Sammelstellen werden allwöchentlich für Rechnung des Hauptbureaus in Köln an den Jewish Colonial Trust nach London bei detaillierter Aufstellung an das Hauptbureau in Köln abgeführt. Als Ausweisorgan dient die in Berlin erscheinende Wochenschrift „Jüdische Rundschau", das Parteiorgan der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Die Bücher des Bureaus werden in zweckentsprechender Weise geführt 15