Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 209 (sequence 242)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/9038125-9047322--0540-9046753- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 209 — Sorten über ihre Pflichten belehrt, außenstehende Personen, die sich mit einer Spende oder irgendeinem Anliegen an uns wandten, mit den betreffenden Ortskommissären in Kontakt gebracht. 2. Die jüdische Presse haben wir mit Ausnahme der dem Zionismus geradezu gehässigen Blätter für wichtigere Verlautbarungen, besonders vor den hohen Feiertagen, benutzt. 3. Flugblätter und Broschüren, vorwiegend die des Hauptbureaus, wurden in noch immer steigenden Auflagen bei uns begehrt und demnach meist gratis verschickt war und zwar: Der größte Bedarf zeigte sich naturgemäß vor den hohen Feiertagen, zu Purim und vor Herzls Jahrzeit. Daneben haben wir, um dem vielfach geäußerten Bedürfnis nach größerer Abwechslung und Aktualität des Propagandamaterials zu entsprechen, — in Ausführung eines alten Planes, seit 1912 eine eigene Zeitung „Der Jüdische Nationalfonds" herausgegeben, die in zwangloser Folge an jüdischen Fest- und Gedenktagen, bisher in vier Nummern: vor Roschhaschonoh, Chanukah, Purim und Peßach, erscheint und gratis, teils an Einzelpersonen (so einmal mit Erlagschein an zirka 18 000 Kultuswähler Wiens), teils in Paketen an alle Ortskommissäre verschickt wird. Ueberdies war die letzte Nummer der Prager „Selbstwehr" beigelegt. So wurden 1912 2 Nummern mit zusammen 45 000 Stück, 1913 2 Nummern mit zusammen 55 000 Stück ediert. Die Aeußerungen der Leser, die Nachbestellungen und Spenden ermuntern uns, die Nationalfondszeitung, deren Redaktion Dr. Stein führt, beizubehalten. 4. Zirkulare wurden 1911 zwölf, 1912 sechs und 1913, 1. Halbjahr, fünf ausgesandt. Sie betreffen, an die Ortskommissäre gerichtet, die Agitation zu bestimmten Zeiten und Festen, den Vertrieb der Illuminationsbilder, die Pflege der Statistik usw. Die Zirkulare traten, da die Ortskommissäre teils schon eingearbeitet, teils durch die Nationalfonds-Mitteilungen und das Nationalfonds-Blatt erreichbar sind, nach Zahl und Bedeutung gegen früher zurück. Der 1911 unternommene Versuch eines Subventionsgesuches an die vielen jüdischen Banken und Kreditgenossenschaften des Ostens lohnte sich so wenig, daß er nicht mehr wiederholt wurde. Hingegen geht stets im Dezember ein wohlmotiviertes Subventionsgesuch (es war 1911 mit dem Sonderabdruck unseres Nationalfondsberichtes an den Kongreß belegt) an alle Kultusgemeinden ab. Der Ertrag steigt von Jahr zu Jahr. Im 1. Semester 1913 trugen 26 Gemeinden 3070 Kr. bei, darunter die von Prag und Budweis je 1000 Kr. für Jemenitenhäuser. B. Die mündliche Agitation blieb den Nationalfonds-Kommissären überlassen. Von Familienfesten wurden besonders Hochzeiten und Brith Miloth zu Sammlungen benützt. 1911 .... 1912 .... 1913, 1. Halbjahr rund 70 000 „ 75 000 ., 44 000 14