Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 210 (sequence 243)
- Language
- German
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Die Lichtbilder haben sich gegen unsere Erwartung wenig bewährt und zwar deshalb, weil vielfach die Beschaffung des Apparates Schwierigkeiten machte oder doch die Kosten seiner Entleihung den Ertrag der Vorführung aufzehrten. Auch ist es nicht so leicht, überall einen tüchtigen Sprecher zu gewinnen. Um die Agitation in Galizien zu beleben, wie insbesondere um das Mißtrauen der Orthodoxen gegen den Nationalfonds zu bannen und seine der Chalukkah überlegene Arbeit und Verwaltung darzutun, entsandten wir mit Unterstützung des Hauptbureaus den Palästinenser Landwirt Rab Chaim Dow als Wanderredner. Er hielt vom November 1911 bis März 1912 fast täglich in den Städten und Städtchen Galiziens, besonders im Westen und Süden, Vorträge, die schon durch ihre Begeisterung großes Interesse weckten, einen besonderen finanziellen Erfolg aber nicht zeitigten. Als Wanderredner stellten sich uns ferner dankenswert Dr. Felix in Andrychau und Dr. Pilzer vom Krakauer Distrikts-Komitee gelegentlich der Inspizierung seines Distriktes zur Verfügung. IV. Statistik. In Erkenntnis der Wichtigkeit einer genauen Statistik führen wir Evidenzbogen, welche nach Spendenzwecken (Nationalfonds einerseits, Diverse andererseits) und nach Sammelmitteln eingeteilt sind und in welche allwöchentlich an Hand unseres Ausweisorgans eingetragen wird, so daß jederzeit die Summen gezogen werden können. Unser Versuch, alle Ortskommissäre zur Führung solcher Evidenzbogen zu Erziehungs- und Kontrollzwecken zu verhalten, scheiterte, da nach vielen Urgenzen nur etwa 60 Bogen zurücklangten. Deshalb geben wir diese Evidenzbogen nur mehr auf Verlangen aus. Die Ergebnisse der von uns geführten Statistik stellen wir für Distriktstage und sonstige Berichte über den Nationalfonds zur Verfügung; eine systematische Verlautbarung erfolgte jedoch bisher nicht, teils weil es unseren Nationalfonds-Mitteilungen an Raum mangelte, teils weil wir unseren Ehrgeiz daran setzten, eine sämtliche zionistische Sammlungen umfassende Statistik zu veröffentlichen, ein Ziel aber, daß sich leider wegen der Zersplitterung der Spendenabfuhr, der Spendenausweise und wegen Verschiedenheit der Rechnungsjahre nicht erreichen ließ. Wir verzichten deshalb auch hier darauf, die Daten über die bei uns für alle zentralen zionistischen Sammlungen einlaufenden Spenden zu verlautbaren, da diese Daten ja doch kein vollständiges Bild geben, Sogar auf die Spenden für die Siedlungsgenossenschaft ist im folgenden, wo dies nicht ausdrücklich angeführt wird, kein Bedacht genommen. Die Zionisten Oesterreichs dürfen sich rühmen, daß von Anfang an ihre Sammelerträge rasch und stetig gestiegen sind. Dies ist vor allem dem Umstände zu danken, daß hier die Propaganda seitens der Wiener Landessammelstelle nie ausgesetzt hat.