Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 208 (sequence 241)
- Language
- German
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— 208 — Stiftungen und letztwillige Zuwendungen sind — abgesehen von der Restzahlung von 55 000 Frcs. in der Berichtszeit durch Herrn Baruch Kahane in Wien — leider nicht zu verzeichnen. Unser Versuch, die Zionisten zum Abschluß von Lebensversicherungen, sei es direkt zugunsten des Jüdischen Nationalfonds, sei es mit Provisionsbeteiligung desselben, zu bestimmen, fand nur geringen Anklang, so daß wir den Vertrag mit der betreffenden österreichischen Versicherungsanstalt nach wenigen Monaten wieder lösten. Wir sind aber fest überzeugt, daß der Nationalfonds, wenn erst sein segensreiches Wirken allgemein bekannt geworden ist, die ersehnten großen Zuwendungen in stets steigendem Maße erhalten wird, denn die Sinnesänderung der reichen Juden hierzulande, fortab schließlich oder vorwiegend speziell-jüdische Institutionen zu bedenken, ist offensichtlich. So wächst das Stiftungsvermögen der israelitischen Kultusgemeinden für alle möglichen Wohlfahrtszwecke in geradezu geometrischer Progression. Es wird sich empfehlen, diesen Kultusvorständen und den Leitungen aller größeren jüdischen Vereine ständig die offiziellen Nationalfonds-Berichte zuzumitteln. Die Landessammelstelle wird auch künftig bei Versendung ihres Propagandamaterials auf die Höherbesteuerten Wiens und der anderen Großstädte nicht vergessen. Das Spendenbuch, das ja zuerst in Troppau mit Erfolg Verwendung fand, wurde, trotzdem wir in einem Zirkular darauf verwiesen, bisher kaum begehrt. Wir machen eben jetzt einen neuen Versuch zu seiner Popularisierung, indem wir die Wiener Zionisten auffordern, sich in einem eigenen Spendenbuch zur Begrüßung des Kongresses einzutragen. Allgemeine Spenden werden zumeist bei Hochzeiten und sonstigen Familienfesten gesammelt. Auch die sogenannten „Kaaroth"-Sammlungen, für die wir entsprechende deutsch-hebräische Plakate gratis beistellen, wurden hier eingerechnet. Postwertzeichen und Materialien, wie Staniol, Flaschenkapseln, unbenutzte Posterlagscheine und verdorbene Wechselbanquette werden von uns gesammelt und verwertet. Ihr geringer Ertrag — 1913 1. Halbjahr: 282 M. — wird seit heuer den Allgemeinen Spenden zugezählt. Ansichtskarten haben wir nur mehr jene des eigenen Verlages vertrieben, die in stark vermehrten Sujets Bilder hervorragender Parteiführer und sonstiger Juden, sowie Ansichten aus Palästina und der zionistischen Schöpfungen dortselbst künstlerisch wiedergeben. Vor Neujahr sind diese Karten mit entsprechendem Glückwunschaufdruck erhältlich. Fortab ist der Kartenvertrieb durch die den Nationalfonds diesfalls provisionspflichtige „Jüdische Zeitung" geplant. III. Propaganda. A. Schriftliche. 1. Durch Korrespondenz. Neuernannte Ortskommissäre wurden an Hand der Kölner „Instruktion", unseres „Regulativs" und diverser Druck-