Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 207 (sequence 240)
- Language
- German
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— 207 — Marken und Telegramme des Nationalfonds werden zumeist durch die unter Garantie der Ortskommissäre ermittelten und durch Provisionsvertrag verpflichteten Verkaufsstellen vertrieben, welche unsere Fakturen binnen 60 Tagen zu begleichen haben. Wir zählen dieserzeit 65 Verkaufsstellen an 60 Orten. Trotzdem ist der Konsum an Marken ständig gesunken, von 1910 mit 3610 M1., 1911 mit 2837 M., 1912 mit 1940 M. bis 1913, 1. Halbjahr, mit 480 M., während der Konsum an Telegrammen mit etwa 3000 M. jährlich stationär geblieben ist. Da wir die Parole ausgaben, den Kongreß mit Nationalfonds-Telegrammen zu begrüßen, läßt sich eine Steigerung ihres Konsums erwarten, während bei den Marken — der Abwechslung halber — die Ausgabe der neuen Sujets eine Besserung bringen dürfte. Die Sammlung für die Arbeiterheimstätten ist rasch populär geworden. Dem! vielfachen Drängen, besonders aus dem mindergeldkräftigen Osten, nachgebend, haben wir beim Hauptbureau erwirkt, daß der Betrag für ein Haus auch durch Zusammenfügen von 10 K. - Bausteinen aufgebracht werden kann. Nur so wurde es möglich, daß Oesterreich im 2. Halbjahr 1912 10 757 M. und im 1. Halbjahr 1913 gar 28 515 M. aufbrachte. Die kleinweise einlaufenden allgemeinen Spenden (die großen Zuwendungen Kahanes sind hier auszuschalten) wurden durch diese neue Sammlung nur wenig vermindert. Da sogar nichtzionistische Kreise, wie die Bnei Beriss und einzelne Kultusvorstände an der Heimstättensammlung Interesse zeigten und auch schon betätigten, werden wir die Agitation unverdrossen fortsetzen in Erwartung sicheren Erfolges. Die Baumspende wurde ausschließlich für den Herzlwald verwendet. Es wurden gestiftet: bis 1911 ...... 7 990 Bäume 1911 ...... 2179 1912 ...... 2 279 „ 1913, 1. Halbjahr . . 980 „ zusammen 13 428 Bäume Die Quittungskarten und Stifterdiplome wurden von uns pünktlich versandt. Herzls Jahrzeit ist stets der Höhepunkt der Agitation, und die von uns edierten künstlerischen Herzl-Illuminationsbilder, deren Ertrag übrigens auch dem Herzlwald zufließt, verweisen durch ihre Inschrift auf diese Spendenart. Die Illuminationsbilder, welche nach der in Galizien bei Polen und Ruthenen üblichen Brauch in die Fenster gehängt werden, um den nationalen Heros zu ehren, wurden 1912 zum Detailpreis von 20 M. in 17 000 Stück und werden 1913 zum ermäßigten Preis von 10 M. voraussichtlich in 30 000 Stück vertrieben. Ein Teil der Bestellungen kam heuer schon von auswärts, sogar aus Palästina. Wenn endlich über die Anlage und Entwicklung der Nationalfonds- Pflanzungen in Palästina, sowie über die Kenntlichmachung der Bäume und Baumgruppen für die Stifter Näheres verlautbart werden wird, ist eine rasche Steigerung der Baumspenden vorauszusagen.