Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 206 (sequence 239)
- Language
- German
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— 206 - Die offiziellen Drucksorten, wie Büchsenflugblätter zur Avisierung der Leerung, ferner Büchsenleerungs- und Verteilungsscheine, endlich die Verschlußmarken werden durchgehends benutzt. Nach dem Leerungstermin und zwar jeweils nach Ablauf des Semesters übermitteln wir jedem Ortskommissär eine Mahnung, daß von den Büchsen seines Rayons soundsoviel noch nicht geleert wurden. Die Büchseninhaber werden vielfach gelegentlich der Leerung mündlich und durch Flugblätter über die Ziele und Leistungen des Nationalfonds aufgeklärt. Hierfür ist in erster Linie die Initiative der einzelnen Ortskommissäre entscheidend. Die Ausbildung und erfolgreiche Verwendung einer Jugendgarde zur ständigen Agitation für den Nationalfonds setzt die straffe Organisation der Ortskommissionen und die Arbeitsteilung innerhalb derselben voraus. Die Selbstbesteuerung bringt nach wie vor geringe Beträge — etwa 2000 M. jährlich — und auch die von uns ausgegebene Reformparole „Selbstbesteuerung durch die Büchse", wonach täglich 2 Heller in jede Nationalfondsbüchse gegeben werden sollen, vermochte sich nicht durchzusetzen. Vielleicht wäre der Erfolg dieser Parole größer, wenn sie einheitlich für alle Länder ausgegeben würde. Die Sammelb o gen behaupten sich in ihrer Beliebtheit. Es wurden davon ausgegeben: 1911 ........ 1 532 Stück 1912 ........1617 „ 1913, 1. Halbjahr ... 572 „ Sie bringen jährlich zirka 8000 M. Befremdlich ist es, daß oft viele Urgenzen nötig sind, um die Rückstellung der Sammelbogen zu erzwingen. Goldenes Buch. In Oesterreich besteht der alteingewurzelte Sonderbrauch, die Erträge, auch der Büchsen, Bogen und Selbstbesteuerung, zu Golden-Buch-Eintragungen zu benutzen. In Mißbilligung dieses Brauches weist das Hauptbureau in seiner Statistik nur Vollzahlungen für das Goldene Buch unter dieser Rubrik aus. Deshalb erscheinen dort die Golden-Buch-Eingänge aus Oesterreich so gering. Unser Golden-Buch-Index hingegen führt an: Zuwachs neueröffneter Konti 1911.......232 1912 . 235 1913, 1. Halbjahr . . 93 Austragung vollbezahlter Konti 161 103 41 Danach ergibt sich, daß gut die Hälfte der Konti wegen Verjährung ge-, strichen werden muß. Dieser Zersplitterung der Widmungen sollte u. a. dadurch entgegengewirkt werden, daß zumindest bei Eröffnung des Kontos ein entsprechender Minimal betrag, etwa von 20 M., gefordert wird, der einigermaßen Gewähr für den ernsten Willen der Initiatoren bietet. '