Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 170 (sequence 197)
- Language
- German
- Belongs to
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— 170 — ersetzen gesucht. Von überragender Wirkung ist es jedoch, wenn die Zentrale in der Lage ist, überall dort, wo die Nationalfonds-Arbeit unbefriedigend ist,, durch Entsendung eines Organisators einzugreifen und Remedur zu schaffen. Erfahrungsgemäß gestaltet sich nach einer persönlichen Rücksprache auch der schriftliche Verkehr sehr viel fruchtbarer und erfolgreicher. V. Sammelmittel Büchsen. Bei diesem unserem wichtigsten Sammelmittel zeigt sich am deutlichsten die Notwendigkeit einer Reorganisation der Sammelstellen in dem im vorigen Abschnitt besprochenen Sinne. Von den über 100000 zur Verteilung gebrachten Büchsen sind viele Tausende in Verlust geraten. Unserer ungefähren Schätzung nach werden kaum 50 o/o der Büchsen regelmäßig geleert. Wir haben in der Berichtsperiode auf eine radikale Besserung hingearbeitet und zu diesem Zwecke in letzter Zeit die Zahl der eruierbaren Büchsen in allen Ländern von den Vertrauensmännern feststellen lassen. Diese Statistik ist noch nicht zum Abschlüsse gelangt. Aber es zeigt sich bereits, daß namentlich in den Ländern, wo Sekretariate vorhanden und die von uns eingeführten Behelfe wie Kartothek usw. präzise und systematisch behandelt werden, eine wesentliche Besserung erzielt worden ist. In der vieldiskutierten Frage, ob sich die Büchsenleerungen erfolgreicher durch freiwillige oder durch bezahlte Kräfte durchführen lassen,, hat uns die Erfahrung zu der Ueberzeugurig gebracht, daß sehr vieles für die Bevorzugung freiwilliger Kräfte spricht. Selbst in Großstädten wie Berlin und Wien ist man in neuerer Zeit mit Erfolg dazu übergegangen, freiwillige Kräfte zu diesem Zwecke in Anspruch zu nehmen. Dies mag an manchen Orten undurchführbar sein, aber im allgemeinen läßt sich sagen, daß sich die Kräfte fänden, wenn man es verstünde, der zionistischen Jugend die Größe dieser Aufgabe vor Augen zu führen. Diese darf sich nicht auf die mechanische Leerung beschränken, für die eben eine bezahlte Kraft hinreichen würde. Vielmehr hat eine intelligente zionistische Jugend bei der Verteilung und Leerung der Nationalfondsbüchsen wie nirgends sonst die Möglichkeit, auf die wirksamste Weise mit der jüdischen Masse in Berührung zu kommen, sie über unsere Bewegung aufzuklären und für unsere Ideale zu gewinnen. Zu diesem Zwecke aber ist es erforderlich, daß unsere jungen Freunde nicht nur, wie dies bisher vielfach geschehen ist, ad 'hoc vor den Leerungsterminen zusammengerufen und über die rein mechanische Manipulation instruiert werden, sondern daß unsere Vertrauensmänner mit den Jugendvereinen in eine dauernde Ver-