Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 169 (sequence 196)
- Language
- German
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können wir näheres nicht mitteilen, da uns der Landeskommissar keinen Bericht für den Kongreß eingesandt hat. Die Sammelstelle in Südafrika hat ihren Bericht leider so spät eingeschickt, daß er nicht mehr aufgenommen werden konnte. Im Jahre 1912 hatte Südafrika eine beträchtliche Spendenzunahme zu verzeichnen, während das erste Halbjahr 1913 wieder einen Rückgang aufweist. Allerdings hat Südafrika vor einigen Monaten von einem großen Vermächtnis von 60 000 M. des in Bulowajo verstorbenen Herrn Popkin melden können. Wie uns mitgeteilt wird,, dürfte die Ueberweisung des Betrages erst nach etwa einem Jahre erfolgen. Betreffs der Länder mit geringerer jüdischer Bevölkerung erübrigt es sich, an dieser Stelle besonders einzugehen, und wir verweisen diesbezüglich auf die weiter folgenden Einzelberichte der Landessammelstellen, sowie auf unsere statistischen Tabellen, die einen lehrreichen Ueberblick über die absoluten und relativen Leistungen der einzelnen Länder geben. Hier sei nur noch die Schweiz erwähnt, weil diese das einzige Land mit einer geringen jüdischen Bevölkerung ist, wo mit Hilfe des Nationalfonds und der Zentralorganisation ein Versuch mit einem Sekretariat gemacht wurde. Das Resultat war ein günstiges, nur läßt sich infolge der Kürze der Zeit noch nicht mit Sicherheit sagen, ob das Budget für ein Sekretariat bei einer jüdischen Einwohnerzahl von zirka 20 000 Seelen keine allzugroße Belastung bilden wird. Ein ähnlicher Versuch sollte auch in Argentinien gemacht werden, doch sind die Verhandlungen darüber vorläufig ins Stocken geraten. Aus Argentinien haben wir übrigens auch keinen Bericht über den Nationalfonds bekommen. Die Erfahrungen, die wir im Laufe der Jahre gesammelt haben, haben uns die Ueberzeugung beigebracht, daß die Ausgestaltung der Organisation im oben erwähnten Sinne die unbedingte und wichtigste Voraussetzung für eine rasch aufsteigende Entwicklung des Nationalfonds ist. Dabei denken wir an den rein technischen Bureaubetrieb, aber ebenso sehr an den lebendigen Kontakt zwischen der Zentrale eines Landes und den einzelnen Vertrauensmännern. Ein gut funktionierendes Bureau muß die Leistungen eines jeden einzelnen Vertrauensmannes in Evidenz halten und ihn zu weiterer Tätigkeit anspornen, muß stets darauf bedacht sein, weitere jüdische Gemeinden für den Nationalfonds zu gewinnen und die Zahl der Vertrauensmänner zu vergrößern. Bei den Ländern ohne Sammelstelle, die uns direkt unterstehen, geschieht dies auf Grund einer Statistik, die mit Hilfe einer Kartothek aufgestellt wird. An Hand derselben werden jene Vertrauensmänner, die im Laufe von drei Monaten keine Spenden geliefert haben, ermahnt, nach Ablauf weiterer drei Monate werden sie,, falls sie versagt haben, durch andere zu