Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 168 (sequence 195)
- Language
- German
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— 168 — und die Hälfte der Judenheit umfaßt,, sei festgestellt, daß sich in Ru ß - land unsere Organisationsprinzipien [ausgezeichnet bewährt haben. Das in Moskau seinerzeit eingerichtete Bureau unter Leitung unseres Direktors Dr. Tschlenow legte den Grundstein zu einer systematischen Tätigkeit, deren aufsteigende Entwicklung auch die Aufhebung des Moskauer Bureaus nicht aufhalten konnte. Die Zahl der Städte, in denen unsere opferwilligen Freunde wirken, hat sich seither sogar mehr als verdoppelt. Die Spenden weisen entgegen unserer im letzten Kongreßbericht ausgesprochenen Befürchtung statt eines Rückganges eine außerordentliche Zunahme auf, im ersten Halbjahr 1913 allein eine Steigerung um 88 <y0 gegenüber dem ersten Halbjahr 1912. Der Erfolg der Sammelstelle in Rußland ermutigte uns zur Errichtung eines Nationalfonds-Bureaus mit einem Sekretariat in New York für Nordamerika. Auch dieser Versuch hat sich organisatorisch durchaus bewährt. Dieses Land mit seiner großen und freien Judenschaft, das im letzten Halbjahre an die zweite Stelle gelangt ist, sollte zumindest so viel wie Rußland aufbringen können. Wir hoffen, daß dies in absehbarer Zeit der Fall sein wird, sobald erst die organisatorischen Maßregeln, die sich in Rußland bewährt haben, mit Berücksichtigung der spezifischen Verhältnisse in Nordamerika, daselbst ergriffen werden. Gestützt auf die Erfahrungen mit den Sammelstellen in den genannten beiden Ländern, gingen wir vor einem Jahre dazu über, auch in Oesterreich und Deutschland die Bureaus mit Sekretariaten auszustatten. Der Erfolg dieser Reorganisation ist in Deutschland ein ausgezeichneter und kam im ersten Halbjahr 1913 nahezu in einer Verdoppelung der Spenden gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres zum Ausdruck. In Oesterreich konnte die Reorganisation aus dem Grunde noch nicht zur vollen Geltung kommen, weil das Land, besonders aber Galizien, von einer schweren ökonomischen Krise heimgesucht wurde. Es sei aber hervorgehoben, daß Galizien dank der energischen Propaganda des Herrn Dr. Zipper im Laufe eines Jahres zirka 80 000 Kr. für das Gebäude des Hebräischen Gymnasiums in Jerusalem aufgebracht hat. Nach einem getroffenen Abkommen wird das Gebäude ähnlich wie jenes des Gymnasiums in Jaffa Eigentum des Nationalfonds werden, wogegen dieser den Grund und Boden zur Verfügung stellt. U n g a rn , das nach der Zahl und dem verhältnismäßigen Wohlstande seiner jüdischen Bevölkerung an fünfter Stelle in unserer Statistik rangieren sollte,, ist in der Reihenfolge der Länder auf die elfte, und per Kopf der Bevölkerung gerechnet, sogar auf die letzte Stelle herabgeglitten! Die Begünstigungen, die wiederholt dieser Sammelstelle zuteil wurden,, um eine Besserung herbeizuführen, sind leider ganz wirkungslos geblieben. Ueber die Ursachen der Stagnation