Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 120 (sequence 137)
- Language
- German
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— 120 — Im Gymnasium gibt es 27 Lehrer, 13 von ihnen absolvierten eine Hochschule, 3 ein Lehrerseminar und die übrigen sind entweder Fachlehrer für Gesang, Turnen und Zeichnen oder sie unterrichten in den Vorbereitungs- und unteren Klassen. Die Ausgaben des Gymnasiums in diesem Jahre beliefen sich auf etwa 90 000 Frcs. Außer den 60 000 Frcs. Schulgeld erhält das Gymnasium Beiträge von Organisationen, Gemeinden und Einzelnen, wie z. B. 5000 Frcs. von den Chowewe Zion, 10 000 Frcs. von verschiedenen Gemeinden in Amerika und 8000 Frcs. von der Gemeinde Wien. Im Jahre 1912 wurden noch zwei Seitenflügel hinzugebaut, sodaß das Gymnasium jetzt einen ganz monumentalen Eindruck macht. Die Kosten trug wiederum Herr Lordmayor Moser aus Bradford, der gemeinschaftlich mit (Herrn Kremenezky auch eine Turnhalle im Gymnasiumhofe errichten ließ. In diesem Jahre haben die ersten Schüler nach abgelegter Reifeprüfung das Gymnasium verlassen. Ein großer Teil derselben gedenkt an dem Technikum in Haifa oder an der Hochschule in Konstantinopel wie auch an ausländischen Universitäten zu studieren. Die Zahl der Abiturienten (Schüler und Schülerinnen) beträgt 23. Infolge der wachsenden Schülerzahl mußten in der 4., 5. und 6. Klasse Parallelklassen errichtet werden. Eine solche Teilung wird im nächsten Jahre auch für die 7. Klasse notwendig werden. Vor kurzem wurde das Gymnasium von der ottomanischen Regierung offiziell anerkannt, so daß es nunmehr in allen Rechten und Privilegien den übrigen Mittelschulen der Türkei gleichgestellt ist. Der Senat der Universität Bern teilte dem Gymnasium mit, daß die Reifezeugnisse des Gymnasiums zur Aufnahme in die Universität ohne weitere Prüfung genügen. b) Das hebräische Gymnasium in Jerusalem enthält einstweilen 3 Vorbereitungs- und 5 reguläre Klassen. Nachdem dank der Bewilligung des Bauplatzes durch den Jüdischen Nationalfonds und der unermüdlichen Arbeit einer Reihe von Freunden des Gymnasiums, insbesondere des Herrn Dr. G. Zipper, der Bestand dieser wichtigen Anstalt endgiltig gesichert scheint, ist die Zahl der Schüler rasch gestiegen und beträgt jetzt ungefähr 120. Erfreulich ist, daß sich diese Schüler zum guten Teil aus früheren Besuchern von Missionsschulen und aus Sefardim rekrutieren, was für sich allein schon für die Notwendigkeit dieser Anstalt sprechen würde; es ist aber vor allem zu bedenken, daß Jerusalem eine Stadt mit etwa 70 000 Juden und die Hauptstadt Palästinas ist, und daß dort der Sitz einer zukünftigen jüdischen Universität sein würde. c) Das Lehrerseminar zusammen mit der Handelsschule in Jerusalem unterrichtet in fünfjährigen Lehrkursen etwa 70 Schüler,