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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1913-01-01 · XI (1913) · p. Seite 119

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XI (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 119 (sequence 136)
Language
German
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IRI
…/9038125-9047322--0434-9046647
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- 119 — die sich bis dahin zur Uebersiedlung nach Palästina wegen des Mangels an hygienischen Wohnungen und an Geselligkeit nicht entschließen konnten, übt das neue Stadtviertel eine große Anziehungskraft aus. In den letzten zwei Jahren ist es der Immobiliengesellschaft Palästina gelungen, durch Hinzukauf einiger Terrains Tel-Awiw bis zum Meere auszudehnen, was sowohl für die Bewohner von Tel-Awiw, als auch für den zu erwartenden Touristenverkehr und das erhoffte Badeleben von großer Bedeutung ist. Die Immobiliengesellschaft will das, was in Tel-Awiw mit so großem Erfolg geschehen ist, jetzt auch in Haifa und Jerusalem durchführen und hat zu diesem Zweck zusammen mit der Anglo-Palestine Company dort große Terrains in bester Lage gekauft. Zur Bebauung der Terrains in Haifa haben sich bereits Interessentengruppen gefunden und es ist zu hoffen, daß schon im nächsten Jahre dort mit dem Bau begonnen werden wird. Erziehung und Kultur Unter allen Erscheinungen, welche die Kolonisations- und Renaissancebestrebungen in Palästina im Gefolge hatten, wirkt keine so sinnfällig und ermutigend, wie das Wiedererwachen der hebräischen Sprache und neujüdischen kulturellen Lebens. Bedenkt man, daß die Anfänge der Kolonisation Palästinas durch Juden erst 30 Jahre zurückliegen und daß in dem ersten Dezennium dieses Zeitraumes das Hebräische bloß als Schriftsprache in Betracht kam, so übertrifft das bis heute Erreichte alle Erwartungen. Schulwesen. Die Schulen, denen wir dieses Kulturwerk zu verdanken haben, zerfallen in Mittelschulen und Volksschulen. 1. Mittelschulen. a) Das auf einem Terrain des Jüdischen Nationalfonds errichtete, aus den Zuwendungen des Herrn Lordmayor J. Moser in Bradford erbaute hebräische Gymnasium in Jaffa enthält 4 Vorbereitungs¬ und 8 ordentliche Klassen. Das Gymnasium schloß im Vorjahre mit 353 Schülern, heute zählt es bereits 515. Etwa 200 wohnen in Jaffa bei ihren Eltern, weitere 200 haben ihre Eltern im Ausland, besonders in Rußland, 100 wohnen tmit ihren Müttern in Jaffa, während die Väter im Auslande ihrem Erwerb nachgehen. In letzter Zeit kamen auch Schüler aus Buchara. Nach brieflichen Mitteilungen bereiten sich noch weitere Schüler vor, im kommenden Schuljahr nach Jaffa zu gehen. Die Einnahmen aus dem Schulgeld betrugen in diesem Jahre etwa 60 000 Frcs., trotzdem ungefähr 50 Schüler nur die Hälfte des Schulgeldes zahlten und 77 Schüler von der Zahlung des Schulgeldes gänzlich befreit waren.

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