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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1913-01-01 · XI (1913) · p. Seite 115

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XI (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 115 (sequence 132)
Language
German
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IRI
…/9038125-9047322--0430-9046643
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— 115 — zionistischer Gesellschaften und von Privatgesellschaften und -personen weitere Farmbetriebe gegründet worden, so daß die Gesamtzahl der Farmbetriebe heute mehr als 10 beträgt, in welchen über 400 jüdische Arbeiter, also fast die Hälfte aller landwirtschaftlichen Arbeiter Palästinas überhaupt, beschäftigt werden. Besonders wichtig unter diesen Farmen sind die des Jüdischen Nationalfonds in Benschemen und Hulda, die sich im Rahmen ihres Betriebes die landwirtschaftliche Ausbildung der neu einwandernden Arbeiter zur Aufgabe machen und in den vier Jahren ihres Bestehens eine stattliche Anzahl solcher Arbeiter ausgebildet haben. Ebenso wichtig sind die Farm des Jüdischen Nationalfonds in Dagania und die Farm der Siedlungsgenossenschaft „Erez Jisrael" in Merchawia, wo die Arbeiter durch Teilnahme an der Verwaltung zur Selbständigkeit erzogen und hierdurch sowie durch Beteiligung am Gewinne zur höchsten Anspannung ihrer Kräfte angespornt werden. Die Einwanderung jemenitischer Juden in die Kolonien nahm ihren Anfang vor ungefähr 5 Jahren, als eine Gruppe von Jemeniten in die Kolonie Rechoboth einwanderte. Seitdem setzte die Einwanderung aus, bis in den Jahren 1911 und 1912 die Verfolgungen, denen die Juden im Jemen ausgesetzt waren, in ihnen von neuem den Wunsch zur Auswanderung rege machten. Während das Ziel ihrer Auswanderung aber in der Regel Aegypten ist, wurden sie diesmal durch genaue Information über die Arbeitsgelegenheit in Palästina nach Palästina hingelenkt. Im Jahre 1912 brachte fast jedes Schiff Auswanderertrupps von Jemen nach Palästina. Insgesamt sind im Jahre 1912 ungefähr 1500 Seelen aus dem Jemen nach Palästina gekommen, von denen mehr als 1000 in die Kolonien gingen und sich besonders in den Kolonien Chedera, Sichron-Jakob, Pethach-Tikwah, Rechoboth, Rischon le Zion und in kleinerer Zahl auch in fast allen übrigen Kolonien niederließen. Manche Kolonien, z. B. Chedera, haben durch diese Einwanderung ihre Einwohnerzahl verdoppelt und verdreifacht. Die Einwanderung der Jemeniten und deren Unterbringung in den Kolonien wäre unmöglich gewesen, wenn nicht der Verein Esra in Berlin durch Gewährung einer ansehnlichen Summe die Einwanderung erleichtert und wenn nicht der Jüdische Nationalfonds angesichts der Wichtigkeit dieses Zuflusses einer arbeitsamen anspruchslosen Bevölkerung die hohe Summe von 100000 Frcs. zum Bau von Wohnungen für Jemeniten zur Verfügung gestellt hätte. Mit Hilfe dieser Summe ist es gelungen, allen in die Kolonien einwandernden Jemeniten ein Obdach zu schaffen. Im ganzen sind aus den Mitteln des Jüdischen Nationalfonds für Jemeniten in den jüdischen Kolonien 53 Häuser und 13 Baracken mit 83 Zimmern, d. h. insgesamt Unterkunftsräume für 136 Familien errichtet worden. Die Jemeniten, die von der langen entbehrungsreichen Reise vollständig erschöpft ankamen, haben sich in den Kolonien, nach- 8*

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