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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1913-01-01 · XI (1913) · p. Seite 113

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XI (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 113 (sequence 128)
Language
German
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IRI
…/9038125-9047322--0426-9046639
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nom m en, um den jüdischen Reiseverkehr in Palästina zu organisieren und allen jüdischen Touristen die Bekanntschaft mit den jüdischen Kolonien und unserer gesamten Tätigkeit in Palästina zu vermitteln. Ebenso hat die Palestine Land Development Company durch Verfassung von kurzen Druckschriften über die Rentabilität von Pflanzungen in Palästina und die Gründung von Pflanzungsgesellschaften begonnen, in systematischer Weise das private Kapital auf die kolonisatorischen Möglichkeiten in Palästina hinzulenken. In dieser Richtung ist aber bisher noch viel zu wenig geschehen und es wird von der größten Wichtigkeit für die Ausbreitung unserer Kolonisation in Palästina sein, daß wir in Zukunft weit mehr als bisher diese Informationsarbeit mündlich und schriftlich ausdehnen. Landwirtschaftliche Technik und Ausbildung. Die Entwicklung der landwirtschaftlichen Kolonisation in Palästina litt bisher — abgesehen von den Schwierigkeiten des Bodenkaufs — vor allem an dem Mangel an Erfahrung, der sich trotz 30 jähriger Tätigkeit noch immer bemerkbar macht. Das Problem, in welcher Weise eine jüdische Kolonie mit möglichst geringen Mitteln möglichst große wirtschaftliche Erträgnisse und möglichst große innere Widerstandskraft gegen zeitweilige Mißernten und Absatzstockungen haben kann, ist noch immer nicht restlos gelöst. Zwar hat sich vieles zum Guten gewendet. Die Weinkrisis, die vor fünf Jahren die judäischen Kolonien fast an den Rand des Untergangs gebracht hatte, ist überwunden. Die großen Vorräte, die wie ein Alb auf der gesamten Weinproduktion Palästinas lagerten, sind dank eines systematischen Ausbaues des Absatzes, besonders in Aegypten, zu guten Preisen verkauft worden. Der gesamte Erlös, welchen die zum Syndikat der jüdischen Weinbauern zusammengeschlossenen Kolonisten im Jahre 1912 erzielten, belief sich auf fast eine halbe Million Francs, und alles deutet darauf hin, daß die Weinbergsbesitzer auch in den nächsten Jahren aus ihren Weingärten gute Erträgnisse erzielen werden. Auch der Orangenbau, den die jüdischen Kolonien zu einer großen und in Palästina bisher nicht gekannten Vollkommenheit entwickelt haben, wirft trotz mancher Schatten am Horizonte bisher gute Erträgnisse ab. Im Jahre 1912/13 sind aus jüdischen Orangerien etwa 330000 Kisten Orangen im Gesamtwerte von einer Million Francs über den Hafen von Jaffa nach dem Auslande exportiert worden. Daneben hat sich in den letzten Jahren die Anpflanzung von Oliven und Mandeln sehr stark ausgebreitet und hat bisher den Kolonisten hohe Gewinne geliefert. Aber die Kehrseite dieses an sich erfreulichen Bildes darf nicht verschwiegen werden. Sie besteht darin, daß der einzelne Kolonist vorwiegend nur eine einzige Kultur pflegt und durch irgend einen Rückschlag in dieser Kultur seine ganze Existenz gefährdet sieht. Das wünschenswerte Ziel, daß jeder Kolonist mehrere Kulturen pflegt, um bei Fehlschlägen in einer Kultur immer noch

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