Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 111 (sequence 126)
- Language
- German
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— Ill — der Mehrheit zu verwischen bestrebt ist. Wollen wir in Palästina nicht demselben Schicksal verfallen, so müssen wir danach trachten, das jüdische ,Bevölkerungselement so zu stärken, daß es auf sich selbst stehen kann und von der Assimilation keinen Vorteil zu erwarten hat. Diese Stärkung kann quantitativ sein, indem sie Juden aus der übrigen Türkei und aus anderen Ländern nach Pa-. lästina bringt, und sie kann qualitativ sein, indem sie die ökonomische, kulturelle, nationale und politische Position der Juden in Palästina immer mehr befestigt. Ländliche Siedlung Bodenkauf. Bei der großen Bedeutung, welche die Landwirtschaft überall und in Palästina besonders für ein gesundes Wirtschaftsleben hat, gehört die Vermehrung des jüdischen Bodenbesitzes in Palästina zu unseren wichtigsten Aufgaben. Bisher ist dieser Bodenbesitz noch sehr geringfügig. Trotzdem schon im Jahre 1870 die Alliance Israélite Universelle durch Gründung der Ackerbauschule Mikweh Israel bei Jaffa ihr Interesse und Verständnis für die landwirtschaftliche Entwicklung Palästinas bekundete, und trotzdem die jüdische Kolonisation Palästinas bereits auf ein Alter von 30 Jahren zurückblickt, beträgt der jüdische Landbesitz in Palästina zurzeit noch nicht 2 o/o des palästinensischen Bodens. Er bleibt weit zurück hinter dem Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung Palästinas von ca. 700 000 Seelen, unter der die Juden mit etwa 100 000 Seelen 14.29 <y0 ausmachen. In dem Jahrfünft vor dem X. Kongreß, d. h. in den Jahren 1906—1910 war — abgesehen von kleinen Käufen neben den bestehenden Kolonien — ein völliger Stillstand in den Landkäufen seitens der Juden eingetreten, weil die große jüdische Kolonisationsgesellschaft, die bis dahin neue Kolonien in Palästina begründet hatte, von weiterer Ausdehnung der Kolonisation Abstand nahm, und die unter zionistischer Aegide geschaffenen Gesellschaften noch nicht über genügende Erfahrungen und genügende Mittel verfügten, um der sehr schwierigen Erwerbung von neuen Terrains näherzutreten. Erst in den letzten zwei bis drei Jahren hat sich dies durch die Tätigkeit der Palestine Land Development Company geändert. In dieser Zeit sind zirka 50 000 Dunam Boden an zehn verschiedenen Stellen Palästinas von Juden erworben worden. Alle diese Käufe sind mit einer einzigen Ausnahme von der Palestine Land Development Company eingeleitet worden. In einem Falle ist die Palestine Land Development Company zugunsten einer anderen jüdischen Kolonisationsgesellschaft auf deren Ersuchen vom Kaufe zurückgetreten. In zwei anderen Fällen hat sie die Käufe zusammen mit der Gesellschaft Geulah durchgeführt. Obwohl die Gesamtfläche dieser Käufe an sich gering ist und obwohl jeder