Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 110 (sequence 125)
- Language
- German
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— 110 - Rosenthal, Prof. Schechter und D. J ell in an. Herr Rabbinersohn mußte krankheitshalber sein Amt in der Kommission niederlegen. In Berlin wurden die Herren Dr. Weil und Dr. Pick kooptiert. Es fand im Oktober 1912 eine Sitzung statt, in der beschlossen wurde, eine Gesellschaft zur Förderung der Nationalbibliothek zu gründen. Das Actions^Comité sagte für den Fall des Zustandekommens dieser Gründung eine Beteiligung von 2000 Mark zu. Das Actions-Comité suchte ferner die Ausbreitung des jüdischen Turn wesens in Palästina zu fördern und bewilligte zu diesem Zwecke der jüdischen Turnerschaft für das Jahr 1913 500 Frcs. zur Anstellung eines Wanderturnlehrers, der das Turnwesen in den Städten und Kolonien Palästinas organisieren soll. Palästinaamt. Die Leitung unserer gesamten palästinensischen Arbeit und die Vertretung des Nationalfonds sowie aller uns nahestehenden in Palästina arbeitenden Gesellschaften (mit Ausnahme der Anglo Palestine Company), liegt in den Händen des Palästinaamts, das Herr Dr. Ruppin leitet. Das Actions-Comité war bemüht, die Tätigkeit des Palästinaamts in Palästina selbst durch organisatorische Maßnahmen verschiedener Art zu fördern. Es wurden Mittel bewilligt, um eine in der türkischen Jurisprudenz geschulte Kraft zu gewinnen, welche dem Palästinaamt ständig zur Seite steht. Auch für andere Zwecke, die der Organisation der palästinensischen Judenheit dienen sollen, wurden gewisse Beträge zur Verfügung gestellt. Um einen Ueberblick über die Stimmung im Lande selbst zu gewinnen, wurde ein Pressedienst eingerichtet zu dem Zwecke, dem Actions-Comite ständig Berichte über die Landeszeitungen, insbesondere über die Haltung der arabischen Presse zu liefern. II. Stand und Aufgaben der Arbeit in Palästina Der Zweck unserer Tätigkeit in Palästina läßt sich vielleicht am besten dahin bestimmen, daß wir uns die Möglichkeit schaffen wollen, in Palästina gemäß unserer nationalen Eigenart zu leben. In den Ländern des Galuth können wir dies nicht, weil wir dort überall nur eine kleine Minderheit in der Gesamtbevölkerung bilden und das Gesetz der sozialen Massenanziehung immer dahin führt,- daß die schwache Minderheit ihre Eigenart zugunsten der Eigenart