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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1913-01-01 · XI (1913) · p. Seite 9

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XI (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 9 (sequence 16)
Language
German
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IRI
…/9038125-9047322--0314-9046527
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Unsere politischen Bemühungen in der Türkei stützen sich auf die Erkenntnis, daß die jüdische Arbeit in Palästina für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung dieses Landes und damit des türkischen Reiches von höchstem Wert ist. Wir haben die Aufgabe, diese Erkenntnis in der Türkei zu verbreiten und der türkischen Regierung Maßnahmen in Vorschlag zu bringen, welche geeignet sind, bestehende Schwierigkeiten zu beseitigen und unsere Arbeit zu erleichtern. Unsere Vorschläge müssen selbstverständlich den allgemeinen Bestimmungen der Konstitution entsprechen und mit den tatsächlichen Wirtschafts- und Bevölkerungsverhältnissen Palästinas im Einklang stehen. Nach diesen Grundsätzen haben wir in den verflossenen Jahren unaufhörlich gearbeitet. Wir waren wiederholt in der Lage, den leitenden Staatsmännern des türkischen Reiches unsere Absichten und Wünsche vorzutragen, und diese Erklärungen im Verein mit der öffentlich geleisteten Aufklärungsarbeit haben uns erfreulicherweise viele wertvolle Sympathien zugeführt. Die schweren Erschütterungen, unter denen das türkische Reich zu leiden hatte, haben unsere Bemühungen oft verzögert. Aber wir können doch mit Bestimmtheit einen Fortschritt in der Richtung feststellen, daß unsere Leistungen und unsere Absichten jetzt richtiger gewürdigt werden, als dies früher der Fall war. Die scharfen Angriffe, welche bald nach der Einführung der Konstitution in der Türkei gegen den Zionismus gerichtet wurden und zu den bekannten Angriffen in der türkischen Kammer führten,, haben fast ganz aufgehört. Die allgemeine Stimmung ist auch infolge der Erfahrungen der letzten Jahre den berechtigten Wünschen der verschiedenen Nationen,, die im ottomanischen Reiche leben, günstiger geworden, und damit ist auch ein besseres Verständnis für unsere nationalen Bestrebungen zutage getreten. Es ist ganz selbstverständlich, daß wir uns bei unseren Bemühungen in der Türkei von der inneren Parteipolitik völlig ferngehalten und ganz unabhängig von dem Kampf der verschiedenen politischen Gruppen unsere Ziele verfolgt haben. Wir waren stets mit den Regierungskreisen in Fühlung und haben unsere Wünsche immer in der gleichen Weise vertreten. Auch das jüdische Element in der Türkei ist von unserer Tätigkeit nicht unbeeinflußt geblieben. Die Ausbreitung des zionistischen Gedankens ist dort ganz offenbar,, und die heftige Gegnerschaft, welche sich früher besonders in einem Teil der jüdischen Presse Konstantinopels äußerte, ist verstummt. Man hat sich in der Türkei an den Zionismus gewöhnt, der früher vielfach als Schlagwort mißbraucht und von den Parteien gegeneinander ausgespielt wurde. Man beginnt zu begreifen, daß die Förderung, welche Palästina durch die jüdische Arbeit erfährt, dem Staat, der über Palästina herrscht, willkommen sein muß. Dieser Grundsatz ist der Ausgangspunkt aller unserer politischen Erwartungen und verleiht unseren Bemühungen

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