Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 17)
- Language
- German
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eine Stetigkeit, die durch Aenderungen der politischen Machtverhältnisse, durch den Wechsel der Ministerien oder sonstige Verschiebungen in der äußeren oder inneren Politik nicht erschüttert werden kann. * * ■ * Bei der Verfolgung unserer Bestrebungen haben wir stets mit den gegenwärtigen Bevölkerungsverhältnissen Palästinas zu rechnen. Wir können mit Bestimmtheit sagen,, daß die Verwirklichung unserer Absichten das arabische Element in Palästina nicht etwa schädigt, sondern wirtschaftlich und kulturell fördert. Bei intensiver Bewirtschaftung können in Palästina, das heute von 100 000 Juden und 600 000 Arabern bewohnt wird, mehrere Millionen Menschen ihren Unterhalt finden. Die Einwanderung der Juden hat also keineswegs die Verdrängung der Araber zur Folge, sondern eine Intensivierung des Wirtschaftsbetriebes, die auch dem arabischen Element von Vorteil sein muß. Die Araber übernehmen allmählich die von den Juden angewandten besseren Arbeitsmethoden und erzielen so eine höhere Rentabilität. Der steigende Import und Export, der Aufschwung von Handel und Verkehr, der mit der jüdischen Einwanderung verbunden ist, sowie die Verbesserung der hygienischen Verhältnisse kommen auch dem arabischen Element in Stadt und Land zugute. Wenn trotzdem noch nicht alle arabischen Kreise den Wert der jüdischen Arbeit in Palästina richtig einzuschätzen wissen, so beruht dies teils auf Unkenntnis oder Mißverständnis unserer wahren Absichten, teils auf gewissen Sonderinteressen einzelner Personen und kleiner Gruppen, die nicht dem Gesamtwohl der arabischen Bevölkerung dienen. Diese unfreundlichen Stimmungen werden am besten durch energische Weiterführung unserer Kolonisationsarbeit bekämpft. Je stärker unsere Position in Palästina ist, um so deutlicher werden die Vorteile in Erscheinung treten, die sich aus unserer Tätigkeit für die große Masse der arabischen Bevölkerung ergeben, und um so aussichtsloser werden alle etwaigen Versuche, unsere Arbeit zu hemmen. Bei dieser Sachlage ist es aber geboten, auch in arabischen Kreisen eine gewisse aufklärende Tätigkeit zu entfalten. Das Actions- Comité hat es als eine dringend notwendige Aufgabe erkannt, diese bisher vernachlässigte Arbeit in Angriff zu nehmen, und es konnte sich dabei auf die Mitwirkung einiger uns nahestehender, im Orient tätiger Personen stützen. Daß diese Arbeit nicht aussichtslos ist, vielmehr gute Resultate zeitigen kann, beweisen vielleicht am besten einige Erklärungen arabischer Führer, die sich zugunsten einer geordneten jüdischen Einwanderung und gegen alle heute noch bestehenden Beschränkungsmaßregeln ausgesprochen haben. Diese Erklärungen sind kürzlich in mehreren türkischen und arabischen Zeitungen veröffentlicht