Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 97 (sequence 625)
- Language
- German
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— Of ~~ reth, Merhaviah) sind die Betriebsdefizite zumeist buchmaessige Unterbilanzen, im wesentlichen verursacht durch Abschreibungen auf Inventar infolge starker Preisrueckgaenge in den letzten Jahren. Sie bedeuten keineswegs, dass diese Betriebe Zuschuesse von uns erhielten. Eine Anzahl Kwuzoth, die im letzten Jahre von uns (bis auf gewisse Rueckstaende und die Irrigation) vollendet wurden, bekommen seit Jahren keine Zuschuesse vom Kolonisations-Departement und erhalten sich selbst. Schliesslich haben wir in Tabelle 5 eine Zusammenstellung der Investitionen und Betriebsverluste der obigen 12 Kwuzoth bis Ende 568Ö gegeben. Sie zeigt auf ein Anlagekapital von rund L.E. 275.000 einen Verlust von nahezu L.E. 46.000, und fuegen wir L.E. 7000 Verluste der Administrations-und Okkupations-periode in Merhaviah und Kinereth hinzu (wir sehen von Kriegsschaeden ab, s. Ber. des Kol.-Depts. v. Jahr 1921, Tabelle 5), so ergibt sich ein Gesamtverlust von ca. LE. 53.000 oder ueber 19 e/0 der Aufwendungen des KH (und des JNF). Wir glauben, dass eine Einbusse von 19°/0 durch die unvermeidlichen Kosten der Okkupation neuen Landes, der Inwertsetzung erschoepften Bodens, der Anlernung der Menschen, der Entwertung des toten und lebenden Inventars gegenueber den inflatierten Preisen der Nachkriegsjahre, der allgemeinen Depression in der Landwirtschaft, sowie der unregelmaessigen Auszahlung der erforderlichen Mittel hinreichend gerechtfertigt erscheint. Solche Defizite sind keineswegs nur den Genossenschaften eigen, sondern unter gleichen Bedingungen ebenso bei einzelbauerlicher Ansiedlung festzustellen. Die Probeschaetzungen der KH-Investitionen in Moschawim und Kwuzoth, die im Anschluss an die Verhandlungen ueber die Siedlungsvertraege vom Kolonisations-Departement vorgenommen wurden, beweisen, dass die Moschavim in Bezug auf die Hoche ihrer Aktiva die Kwuzoth in keiner Weise uebertreffen. Die allgemeinen Bedingungen juedischer Kolonisation und palaestinensischer Landwirtschaft machen beibeiden Betriebsformen erhebliche Abschreibungen notwendig, und nichts rechtfertigt die Annahme, dass die Kwuzoth dabei schlechter abschneiden werden, als die Moschawim.