Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 91 (sequence 619)
- Language
- German
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91 — die Kwuzah in der Regel Genossen von annaehernd gleicher Leistungsfaehigkeit bei sich behaelt. Wir haben inzwischen Berechnungen ueber die Rentabilitaet von Betrieben "gemischter Wirtschaft" angestellt. Beilage 1 gibt ein Résumé fuer eine Kwuzah vom Typus A (2500 D. ohne Bewaesserung) und Typus B (2000 D. mit 10% bewaesserter Fiaeche). Die Voranschlaege zeigen, dass eine maessige Steigerung der Getreideertraege (auf 125Kg./D. oder 13,5 dz/ha) und eine bescheidene Lebensweise (jahresausgabe von £E.160 pro Familie) vorausgesetzt, derartige Betriebe 5 Jahre nach ihrer Vollendung imstande sein wuerden, die Siedlungsanleihe des KU mit 2.5°/0 (plus 1% Ännuitaet) und eine Bodenrente von 1.5% an den NF zu zahlen. (Bei Typus A ist dies nur bei einer zusätzlichen Bodenreserve von 20%, oder 500D., moeglich). Sollten Ueberschuesse vorhanden sein, dann werden sie zur Ausfuellung der Luecken in der knapp bemessenen Ausstattung der Wirtschaft, sowie zur Hebung des ebenfalls recht gedrueckten Lebensininveaus der inzwischen angewachsenen Familien dienen. Es ist also kaum daran zu denken, dass die gemischte Wirtschaft des Emek, oder sogar des wasserreichen Jordantales darueber hinaus die Verteilung von Gewinnen an die Arbeiterschaft ermoeglichen wird. Somit wird die Anteilswirtschaft fuer die Gruendungs-und Freijahre illusorisch, und dieser Hebel der Leistungssteigerung und-Kontrolle entfaellt. So zwingt die palaestinensische Wirklichkeit zu Modifikationen, die die Theorie nicht voraussehen konnte. Sie zwingt uns auch zu mehr Geduld. Wenn in einem geordneten deutschen Grossbetriebe, der keine Probleme der Menschen-und Boden Vorbereitung und, wenige Kilometer von Berlin, keine Marktfragen kennt, wie wir sie in Palaestina zu loesen haben, nach 6 Jahren noch keine Ueberschuesse gibt, was wir keineswegs im abfaelligen Sinne bemerken, wie kann Prof. O. zuversichtlich erklaeren: "Es besieht fuer mich gar kein Zweifel daran, dass... ein solcher Betrieb in kurzer Zeit zur Rentabilitaet, ja zur Verzinsung und Amortisation des hineingesteckten Kapitals gelangen wuerde". ist ihm denn gaenzlich entfallen, dass der Betrieb in Merhaviah unter Herrn Dyks Leitung in den Jahren 1911/12—1913/4 Betriebsdefizite von 30,600 —45,000 Frcs. jaehriieh und insgesamt in den 3 Jahren einen Verlust von Frcs. 114,000 (£E.4500) hatte? Wiederum, wir sagen es nicht, um Agr.