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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 90

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 90 (sequence 618)
Language
German
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IRI
…/9038125-9038422--1967-9039038
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00..... Strammheit gewinnt, kann unter Umstaenden durch gemindertes Verantwortungsgefuehl der Arbeiterschaft verloren gehen. Es ist keine besondere "juedisehe Psychologie", von der hier die Rede ist, keine Mentaiitaet und Sentimentalitaet. Ein Kolonisator muss die Kunst des Notwendigen mit der des Moeglichen zu vereinen suchen. „Die Kunst der Landwirtschaft", sagt Aereboe, "ist eben zu neun Zehnteln Menschenbehandlung". Ein ganz Unvoreingenommener und von juedischer Psychologie Unbeemfiusster wie Coi. Josiah Wedgewood, von der Kontroverse unterrichtet, erklaerte spontan: "Ich hoffe, dass Oppenheimers Vorschlag, solchen Siedlungen ein buerokratisches Haupt aufzuzwingen, nicht befolgt werden wird, denn ich bin ueberzengt, dass die einzige Chance des Erfolges fuer diese Kolonien ist, dass sie von unten aufwachsen, wie es gegenwaertig der Fall ist". Wie gesagt, wuerden wir ebenso wie der Landarbeiterverband, mit dem Prof. O. diesbezueglich verhandelte, heute wie vor 16 Jahren einen Versuch auf Oppenheämer'scher Grundlage billigen und befuerworten. Wogegen wir uns wenden, ist die Verkennung der gesunden Elemente in der bestehenden Methode und ihre Verzerrung bis zur Unkenntlichkeit, sowie der blinde Glaube, dass der Weg der fachlichen Administration unfehlbar ist. Wir haben so ausfuehrlich die Leitungsfrage behandelt, weil das zweite Element in den Oppenheimer'schen Vorschlaegen—die Gewinnbeteiligung—von keiner realen Bedeutung ist. Wir haben darueber in einem Bericht von Juli 1924 geschrieben: "Theoretisch sind Leistungsloehne das wirksamste Mittel der Produktivitaetssteigerung und Kontrolle. In Palaestina konnten sie sich aus zwei Grueuden nicht einbuergern; a) Die Kwuzah kann gerade in den ersten Jahren keine nennenswerten Lohnstufeu einfuehren. Vor dem Kriege waren die hoechsten Lohnstufen in Merhaviah ca.70 Frcs., wàehrend man auch den imgeschulten Neulingen das Minimum von 50 frcs. zahlen musste. Da es keine Gewinnanteil e in dieser Periode geben kann, bleibt die Lohnskala so gut wie wirkungslos, b) Hingegen behindert sie die innere Disziplin... Die Vorarbeiter und Leiter kcennen im Interesse ihrer Autoritaet keinen hoeheren Lohn beanspruchen als ihre Genossen. So siegte die gleich Entlohnung als Mittel der Diszipl'in und der Kontrolle der Leistung durch moralischen Zwang". In den kleinen Kwuzoth wird uebrigens die Entlohnung nach der Leistung dadurch gebest, dass

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