Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 83 (sequence 611)
- Language
- German
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03 Anfang an ein "Mittel zur Ueberwindung des Kommunismus*' war. Kein Wunder, dass Oppenheimer, den wir alle als Wegweiser auf dem Gebiete genossenschaftlicher Siedl ungsmethoden verehren, die wesentlichen Abweichungen von seiner Theorie nicht billigen kann und den ungelehrigen Schuelern einen boesen Misserfolg voraussagt. Es zeigt schon ein grosses Mass von Unvoreingenommenheit, dass Oppenheimer-trotz seiner theoretischen Einstellung, die an sich ebenso organisierte kleine Kwuzah segnet Die Tatsache ist indes nicht zu leugnen, dass O.'s Meinung ueber die grosse Kwuzah eine vorgefasste in dem Sinne ist, das sie, wie er seihst sagt, einer "wohlerwogenen Ueberzeugung" entspricht, "die auf der gesichteten und geordneten Erfahrung aller Kulturvoelker der Neuzeit in mehreren Jahrhunderten beruht". O. hebt selbst hervor, dass es nicht der wirtschaftliche Stand dieser Grossbetriebe ist. der ihn zu diesen Schluessen fuehrt. Er gibt zu, dass man ihre Anlage unertraeglich lange vorzoegert und die ihnen bewilligten Siedlungsanleihen nie "rechtzeitig ausgehaendigt" hat. Er weiss, dass man von ihnen derzeit noch keine Rentabilitaet erwarten kann. Nun wollen wir auf die zwei Grundfragen - Leitung und Leitungskontrolle durch Gewinnanteil - naeher eingehen. In so mancher kritischen Darstellung der Organisaiionsformen unserer Grossbetriebe werden Parodien auf die Kwuzah geschrieben. Es ist eine Verzerrung der Wirklichkeit dass in den Kwuzoth "wirtschaftliche Anarchie" herrscht und eine arge Uebertreibung, was Prof. O. sagt, dass die grossen Kwuzoth "nicht nur keine einheitliche Leitung" haben, „sondern sie haben ueberhaupt keine Leitung'* Wie sieht es in Wahrheit aus.? An der Spitze einer grossen Kwuzah steht eine Wirtschaftsleitung, bestehend aus 7—11 Mitgliedern, die von der gesamten Mitgliedschaft fuer das Betriebsjahr gewaehlt wird. Ihr obliegt die finanzielle Leitung, die Vermoegensverwaltung, Verkehr nach aussen, die innere Organisation der Genossensehaft. Neben ihr besteht eine Betriebs-oder Arbeitsieitung, die sich aus den Leitern, bezw. Vorarbeitern der einzelnen Betriebszweige zusammensetzt. Zur Fuehrung in einem jeden Zweige der Wirtschaft— Ackerbau, Pflanzungen, Milchvieh, Gemuesebau, Gefluegelhof usw. - wird naemlieh von den diesem Zweige zugeteilten Genossen ein Leiter oder eine enge Leitung gewaehlt (in Tel-Jossef in der Regel 1 oder 2; En- Harod 3-5). Sie beduerfen der Bestaetigung der Wirtschaftsleitung. Die