Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 84 (sequence 612)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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- 84 - Àrbeitsleitung waehlt aus ihrer Mitte eine dreigliederige enge ßetriebsljeitung, die in letzter Linie die Fuehrung des Betriebes innehat. Sie besteht naemlich aus dem Hofverwalter (Hafzran), dem Leiter des Ackerbaus und dem Leiter des naechst wichtigsten Wirtschaftszweiges (z.B. Milchviehstall, Pflanzungen), oder sonst einem Genossen, der als Verwaltungstalent und zentrale Persoenlichkeit hervorragt. Die Betriebsleitung ist mit der Wirtschaftsleitung zumeist durch Personalunion verbunden, eine festehende Regel ist es nicht. In den kleinen Kwuzoth ist der Apparat einfacher, indem bei diesen Wirtschafts - und Betriebsleitung identisch sind. Sie besteht in der Regel aus dem Hatzran (Hofverwalter), dem Rechnungsfuehrer und dem Leiter eines der wichtigsten Betriebszweige (gewoehnlich Ackerbau). Die Vorarbeiter der einzelnen Betriebszweige werden hier nicht gewaehlt, sondern nominell von der Wirtschaftsleitung bestimmt. In Wirklichkeit findet eine natuerliche Wahl statt, in dem der erfahrenste und tuechtigste in jedem Arbeitszweige von seinen Genossen als der Leiter und Vorarbeiter anerkannt wird. Daraus ergibt sich zunaechst, wie schief die Behauptung ist, dass die besten Redner oder um die Begruendung der Siedlung verdiente Genossen, ohne Ruecksicht auf ihre Qualifikation zu Leitern der technischen Arbeit eingesetzt werden. Die Kwuzah, insbesondere die grosse, unterscheidet, wie wir sehen, genau zwischen der Leitung der Siedlung und der Betriebsfuehrung. Ich kann auf Grund meiner Erfahrungen in der Leitung der Siedlungsarbeit bezeugen und mich auf meine Vorgaenger im Amte, die Herren Dr. Ruppin und Agr. Ettinger, berufen, dass stets die Tuechtigsten und Besten in unseren Kwuzoth an die Spitze kamen. Es ist mir kein einziger Fall bekannt, dass Ehrgeizlinge oder durch aeussere Begabung schillernde Genossen die Fuehrung und Vertretung einer Kwuzah an sich rissen. Wir wissen nicht, wer Prof. O. den Baeren aufgebunden hat, dass „man um einer vermeintlichen Gerechtigkeit willen alle Genossen der Reihe nach zu allen Arbeiten" heranziehen will und daher „also auch das Amt der Abteilungsleiter reihum gehen" lasse. Es ist richtig, dass man den juengeren Kraeften in einer Kwuzah Gelegenheit gibt, in einigen Betriebszweigen zu arbeiten, bevor sie sich spezialisieren. Es ist wahr, dass alle Mitglieder der Genossenschaft, auch die besten Fachleute, eine gewisse