Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 82 (sequence 610)
- Language
- German
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— âa — entschieden ablehnt, ist Prof. Oppenheimer in seiner Stellung zur "kleinen Kwuzah", d. h. zum mittelgrossen genossenschaftlichen Orossbetriebe von 25 - 30 Familien auf einer Flaeche von etwa 250 ha.- viel nachsichtiger. Er bezeichnet sie als "immerhin moeglich". Der familienhafte Zusammenhang der fachmaennisch ausgebildeten Mitglieder, die Gleichheit der Ideale machen sie zu "einer Art von religioeser Sekte, die nach Ausweis der Wirtschaftsgeschichte bis zu einem gewissen Punkte Erfolg haben kann." Ais Grenze bezeichnet O. die Einfachheit und Uebersehbarkeit des Betriebes, sowie keine allzu grosse Steigerung der Ertraege. M. a. W. er befuerchtet ihre Sprengung oder "Transformation" durch Wohlstand. Obwohl wir in bezug auf die Moeglichkeiten der Landwirtschaft in Palaestina recht zuversichtlich sind, so befuerchten wir trozdem keine derartige Gefaehrdung unserer Kwuzoth und schliessen uns der Ansicht Prof. Oppenheimers an, dass man "der weiteren Entwicklung dieser Form mit einem gewissen Vertrauen entgegensehen" kann. "Was hier versammelt ist", fuegt O. hinzu, "enthaelt die besten fachmaennischen Landarbeiter Palaestinas..." in dieser Allgemeinheit wuerden wir sogar dieses Lob nicht unterschreiben, aber es ist eine Tatsache, dass die "Kwuzah in der Erziehung des juedischen Menschen zur betrieblichen Tuechtigkeit", die nach O. das Wesen unseres Agrarproblems in Palaestina bildet, Grosses und Dauerndes geleistet hat. Ganz anders beurteilt Prof. O. die genossenschaftlichen Grosswirtschaften, die "grossen Kwuzoth". Er duerfte die auf 9000 Dunam und 120 Siedlerfamiüen berechneten zwei Grossbetriebe En-Harod und Tel-Josef meinen (gegruendet Ende 1921 auf Beschluss des 12. Kongresses), und möglicherweise auch die "Haschomer-Hazair"—Siedlung Beth-Alpha (gegruendet im Sommer 1923), die auf 50-60 Famiiien (ca. 4000 Dunam) berechnet ist. Andere Betreibe von dieser Groesse bestehen bekanntlich nicht. O. erklert, dass "diese Verbaende auch unter den guenstigsten aeusseren Umstaenden zu einem Erfolg nicht gefuehrt werden koennen". Denn "sie leiden an zwei unheilbaren Uebeln" - Mangel einer Leitung und kommunistischem Aufbau, d. h. Entlohnung nach Bedarf und Konsumkommune. Bekanntlich sind fachmaennische Leitung bis zur Rentabilitaet und Entlohnung nach Leistung die Grundpfeiler der Oppenheimerschen Konzeption einer laendlichen Produktivgenossenschaft, die ihm von