Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 19 (sequence 545)
- Language
- German
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verlaengern, und den damit verbundenen Schaden, ist schon im vorigen Abschnitt gesprochen worden. b) Krankheiten. Das schwere Leben unserer Siedler in provisorischen Baulichkeiten, der Mangel an nahrhaften Ernaehrungsmitteln wegen fehlenden Bargeldes usw.- all dies fuehrt zu einer verfrachten Invaliditaet unter unsern Ansiedlern und schwaecht ihre Widerstandskraft gegen Krankheiten. Malaria, Dysentherie und auch Typhus suchen uns jähr fuer Jahr heim. c) Viehseuchen. Eine schwere Welle von Viehseuchen durchzog dieses Jahr das Land, und viel Kraft und Energie mussten im Kampf gegen sie eingesetzt werden. Vor allem wurde das Vieh von seuchenhaftem Verkalben (Abortus) schwer betroffen, das in einem bedeutenden Teile unserer Siedlungen wuetete. Ueber den Herd dieser Krankheit findet noch eine Diskussion unter den Sachverstaeudigen statt. Einige fuehren sie auf das auslaendische eingefuehrte Vieh zurueck, waehrend manche glauben, dass sie im Lande schon von frueher her existierte. Es ist jedenfalls eine Tatsache, dass der Kampf gegen diese Seuche ein sehr schwerer ist, und dass wir in vielen Punkten gezwungen waren, die Entwicklung der Milchwirtschaften einzuschraenfcen, teilweise auch zu ihrer Liquidation zu schreiten (Geva, Huldah). Der schwerste Angriff dieser Seuche erfolgte i.J. 5686. und zu unserer Freude koennen wir festtstellen, dass sie sich 5687 in den neuen Siedlungen kaum ausgebreitet hat. Immerhin ist die Gefahr noch nicht ueberwunden und fordert Wachsamkeit. Die Maul-und Klauenseuche hat in einer Siedlung, Atharoth, schweren Schaden angerichtet; sie wurde von Kuehen, die aus Holland eingefuehrt wurden, eingeschleppt. Gluecklicherweise hat sich diese Krankheit nicht ausgebreitet und es gelang uns, sie am Ort auszurotten. Die Rinderpest, die in Syrien Opfer gefordert hatte, drang auch in unser Land ein und breitete sich hauptsaechlich in den arabischen Doerfern und nur in einzelnen juedischen Siedlungen aus. In unsere Wirtschaften gelangte dieses Unheil nicht, dank den vorsichtigen und scharfen Mitteln, die wir ergriffen haben, und dank der erhoehten Kontrolle, bei der uns der Sanitaetsdienst der Regierung auch viel geholfen hat. Es ist klar, dass die schweren Quarantainen, die Behinderung des Viehverkehrs und des Transportes von Gruenfutter usw. gewissen Schaden zur Folge hatte.