Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 18 (sequence 544)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/9038125-9038422--1893-9038964- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
des Departements Ing. Kaplausky, auf die Gutachten der Herren Pro! Oppenheimer und Agr. Dyk, die unsere Siedlungen im Fruehjahr 5686 besuchten, (s. Anhang). Obwohl die fuer diesen Zweig bestimmten Flaechen in unseren Wirtschaften wegen der Einfuehrung anderer Kulturen verkleinert wurden, wurden unsere Bemuehungen ungeschwaecht fortgesetzt, die Ertraege zu vergroessern und sie denen anderer Kulturlaender anzunaehern. Im allgemeinen kann eine Steigerung der Getreideertraege um 50% gegenueber denen der arabischen Fellachen und ein erfreulicher Fortschritt in der Loesung der Frage des Gruenfutters verzeichnet werden. Der alexandrinische Klee und der Futtermais haben sich in unserer Fruchtfoige ihren Platz gesichert und die Entwicklungsbedingungen der Milchwirtschaft im Lande bedeutend verbessert. So sehr diese Fortschritte unserer Arbeit zugute kommen, so darf man doch andererseits den Blick vor den zahlreichen Schwierigkeiten nicht verschiiessen, die wir auf unserem Wege antreffen und die ein schnelles Arbeitstempo verhindern. a) Die finanzielle Lage. Wir haben bereits die Etatreduktionen erwaehnt, die wir in der Berichtszeit ueber uns ergehen lassen mussten. Es ist selbstverstaendlich, dass solche unvorhergesehenen Kuerzungen geeignet sind, nicht nur die Entwicklung der Arbeit zu hemmen, sondern haeufig auch Rueckschritte hervorzurufen. Viel Schaden bringt auch die Nichtbarauszahlung der Siedlungsdarlehen, bezw. ihre Auslieferung in Form von Krediten und Anweisungen an verschiedene Institutionen und Finnen. Die Suche nach Kredit nimmt uns die Moeglichkeit, das Billigste und Passendste zu kaufen. Alle unsere Bemuehungen, den Erwerb der Geraete durch Konzentration der Kaeufe zu verbilligen, scheitern oft ander Unmöglichkeit in bar zu kaufen. Auch das wenige Bargeld, das uns gegeben wird, kommt nicht zur richtigen Zeit, und es wird nicht moeglich, den Kauf des lebenden Inventars billig und zur rechten Zeit einzurichten. Diese Abhaengigkeit von Budgetaenderungen, Krediten und der Zeit der Barzahlungen verteuert unsere Ansiedlung um einem hohen Prozentsatz und verhindert ihre Entwicklung in einem noch groesseren Masse. Ueber die Notwendigkeit,- die Konsolidierungszeit der Wirtschaften zu