Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 366 (sequence 366)
- Language
- German
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stische Idee, sondern vor allem gegen die Teilnahme von Nichtzionisten am Keren Hajessod. Wir waren bemüht, dieser Schwierigkeiten durch Verstärkung der zionistischen Arbeit Herr zu werden und haben uns vor allem um eine Intensivierung der zionistischen Propagandatätigkeit bemüht. Die deutsche Öffentlichkeit hat sich in der Berichteperiode mit dem Zionismus sehr lebhaft beschäftigt. In der allgemeinen Presse fanden die Fragen der zionistischen Bewegung und des Palästinaaufbaus steigende Beachtung. Eine größere Anzahl prominenter jüdischer und michtjüdischer Persönlichkeiten aus Deutschland haben Palästina besucht und über ihre Eindrücke in Presse und Vortragssaal berichtet. Von besonderer Bedeutung war die Begründung des „Deutschen! Comités Pro Palästina zur Förderung der jüdischen Pailästinasiedlung", demi eine Reihe von Ministern, Staatssekretären und anderen Mitgliedern der deutschen und der preußischen Regierung, führende Parlamentarier aus allen Parteien und eine große Anzahl von Vertretern der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Kunst angehören. Die „Jüdische Rundschau", die die Politik des deutschen Zionismus nach außen, und innen vertritt, wirkt weit über die Grenzen Deutschlands hinaus und wind auch in Palästina als ein repräsentatives Organ des Galuthzionismus empfunden. Die Bemühungen um die Verstärkung der zionistischen Propagandaarbeit in Deutschland kulminierten in der Ijar-Aktion 1926, in der in 119 Orten mehr als 200 Veranstaltungen stattgefunden haben. Der Verstärkung der Propaganda diente die im Anschluß an einen Vortrag des Herrn Blumenfeld' publizierte Broschüre „Im Kampf um den Zionismus", die in einer Massenauflage verbreitet wurde. Die Propaganda unter der Jugend erfolgte im wesentlichen durch die zionistischen Jugendorganisationen. Das Kartell Jüdischer Verbindungen (K. J. V.) befindet sich nach einer Periode des Niedergangs in einem langsamen und stetigen Aufstieg. Der Jungjüdische Wanderbund (J. J. W. B.), der in enger Verbindung mit der palästinensischen Arbeiterschaft steht, ist heute die numerisch stärkste Jugendorganisation in Deutschland. Der Wanderbund Blau-Weiß hat sich im' Juni 1926 mit anderen zionistischen Wanderbünden zu einer neuen Organisation unter dem Namen „Kadimah" zusammengeschlossen. Die Praktikantenschaft des Blau-Weiß besteht als Sonderorganisation auch heute durchaus konsolidiert. Die Beziehungen der Z. V. f. D. zur jüdischen Turn- und Sportbewegung, die in der letzten Zeit einen großen Aufschwung in Deutschland genommen hat, haben sich wesentlich enger gestaltet. Der Bund zionistischer Frauen (der deutsche Landesverband der W. I. Z. O.) entfaltete eine lebhafte Tätigkeit, um die zionistischen Frauen zu aktivieren und idem Gedanken des Zionismus neue — 366 —