Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 365 (sequence 365)
- Language
- German
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Konferenz der Skandinavisch-jüdischen Jugendvereine wurde eine Resolution angenommen, die die Mitglieder dazu verpflichtet, für den national-jüdischen Aufbau Palästinas, speziell für den Keren Kajemeth zu arbeiten. Neben regelmäßigen intimen Ortsgruppenveranstaltungen fanden eine erhebliche Anzahl von Propagandaveranstaltungen statt. Die Wiederkehr des Tages der Balfour-Deklaration, das 25jährige Jubiläum des KKL. sowie aille anderen wichtigen Anlässe wunden für größere Prcipagandaveranstaltungen benutzt. Eine eigene zionistische Zeitung existiert nicht, hingegen wurden in unregelmäßigen Abständen Zirkulare an die Mitglieder der jüdischen Gemeinde in jiddischer und dänischer Sprache verschickt. Die Zahl der verkauften Scihekalim beträgt in jedem Jahre ca. 150. In den beiden letzten Jahren wurden 38 Goldene Schekalim verkauft. Hebräische Kurse wurden in kleinerem Kreise abgehalten. Die zionistische Arbeit wurde in dem Winter 1926/27 durch die Entsendung des Delegierten Herrn Dr. Werner Bloch im Auffrage der Exekutive unterstützt. Herr Dr. Bloch hatte Gelegenheit, an vielen Abenden vor der Zionistischen Ortsgruppe zu sprechen und stand jederzeit für Vorträge in öffentlichen Versammlungen zur Verfügung. Seine Bemühungen, einen Kontakt mit den anderen Zionisten Skandinaviens zu schaffen, waren auch für die Arbeit in Kopenhagen anregend und1 förderlich, sodaß zu hoffen ist, daß im nächsten Winter die 'Konstituierung einer bescheidenen zionistischen Organisation Skandinaviens gelingen wird. Deutschland. In der Berichtsperiode (1. Juni 1925 bis 31. Mai 1927) wurde die zionistische Arbeit in Deutschland durch eine Reihe von allgemeinen Faktoren wesentlich beeinflußt: durch die Krise in Palästina, die Krise in der deutschen Wirtschaft etwa vom Herbst 1925 bis Herbst 1926, den verstärkten Kampf nichtzionistischer jüdischer Verbände gegen das Palästinawerk und gegen die zionistische Idee. Die palästinensische Wirtschaftskrise war nicht ohne fühlbaren Einfluß auf unsere Propagandaarbeit; sie erschwerte aber in hohem Maße auch die Arbeit unter Zionisten. Von der Wirtschaftskrise in Deutschland wurde in erster Linie die Arbeit unserer Fonids berührt. Die Ergebnisse des Keren Hajessod und des Keren Kajemeth im Jahre 1926 konnten die Höhe des Vorjahres nicht erreichen. In der deutschen Judenheit, die in den ersten Jahren nach der Revolution dem Gedanken allgemeiner jüdischer Zusammenhänge und der jüdischen Paläsitinakolonisation näher gekommen zu sein schien, entfalteten die Gegner des Zionismus eine scharf agressive Tätigkeit. Der in erster Linie von der „Jüdisch-Liberalen Vereinigung" und vom „Centraiverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" geführte Kampf richtete sich nicht nur gegen die zionr- - 365 -