Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 322 (sequence 322)
- Language
- German
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haben eine größere Summe gefordert und auf LE 20.000 gehofft, und wir sind sicher, daß die Regierung schließlich die Notwendigkeit erkennen muß, ihren Anteil zu vergrößern. Solange die Regierung unsere Anstalten nur mit kleinen Beträgen wie LE 2500 jährlich subventionierte, beschränkte sie sich auf das Recht, unsere Schulen zu inspizieren und die hygienischen Bedingungen zu kontrollieren. Seit sie aber ihren Beitrag auf eine größere Summe gebracht hat, hat sie außer den früheren Bedingungen für die Subvention noch die folgenden gestellt: 1. Verstärkung der Stellung der Leitung des Erziehungsdepartements und stärkere Disziplin ihm gegenüber; ferner Schaffung einer besonderen Budgetkommission; 2. Beteiligung von zwei Vertretern des Erziehungs-Departements der Regierung an den Sitzungen des Waad-Hachinnuch und der oben vorgeschlagenen Budgetkommission. 3. Schaffung einer ständigen Finanzkommission, die Vertreter des Erziehungs-Departements enthält. Diese Kommission hätte die Ausgaben in Bezug auf neue Verpflichtungen, die das bestätigte Budget betreffen, zu kontrollieren und sie zu bestätigen. Zugleich hat uns die Regierung mitgeteilt, daß sie „sich das Recht vorbehält, ihre Subvention entsprechend den Budgetausgaben für Erziehungszwecke zu verringern, die nicht von der Regierung bestätigt sind, sowie die Bedingungen zu ändern, auf Grund deren ähnliche Subventionen wie diese in den kommenden Jahren bewilligt werden". Wir haben diese Bedingungen angenommen und zwei Vertreter der Regierung beteiligen sich jetzt an den Sitzungen unseres Waad-Hachinnuch. Ende April haben wir eine kleine Budgetkommission organisiert, in der ebenfalls ein Vertreter der Regierung sitzt. Die Regierung nimmt mithin aktiven Anteil an unserer Arbeit und wir hoffen, daß wir aus ihrer Erfahrung und ihren Kenntnissen Nutzen ziehen werden. Im Verhältnis der Regierung zu unserer inneren Arbeit ist keinerlei Änderung eingetreten und wird auch nicht eintreten. Die Regierung erkennt die Autonomie unserer Erziehungsinstitutionen in Bezug auf Sprache, Programm und Leitung an. Ihre Stellung zu den Schulen der Zionistischen Exekutive ist dieselbe wie zu ihrem eigenen parallelen Schulwerk. 5. Gebäude. Die Frage unserer Schulräume verschwindet nicht von der Tagesordnung. In den letzten Jahren ist sie noch bedeutend verschärft worden durch die Aufhebung des Gesetzes, das den Mietswucher seitens der Hausbesitzer unmöglich gemacht hatte. Unsere Arbeit leidet sehr an dem Mangel an Räumen, die für Schulzwecke geeignet sind. Außer der hohen Miete, die w'ir Jahr für Jahr Fremden bezahlen, müssen wir noch jährlich beträchtliche Summen für Reparaturen und sanitäre Verbesserungen ausgeben. Eine Ausnahme hiervon bildet bis zu einem gewissen Grade T e 1 - A w i w. Außer den Gebäuden, die dort schon vor längerer Zeit errichtet sind, wie der Mädchenschule und dem Lehrerinnen- und Kindergärtnerinnen-Seminar, sowie der Knabenschule, die vor — 322 —