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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 314

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 314 (sequence 314)
Language
German
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vermindert, um so Stunden für die Einrichtung von neuen Schulklassen zu gewinnen, für idle uns kein Budget zur Verfügung stand. Die Einschränkungen im Budget haben uns vor ein sehr schweres Dilemma gestellt: Sollten wir uns weiter ausdehnen und sämtliche Kinder, die Erziehung brauchen, auf Kosten der Verbesserung und Ausgestaltung' der Arbeit aufnehmen, oder sollten wir die Qualität über die Quantität stellen, einige Schulen schließen, einen Teil der Kinder außerhalb der Schule lassen und dafür auf die Verbesserung der uns verbleibenden Schulen bedacht sein? Bisher haben wir den ersten Weg beschritten. Wir haben die Ausgaben für Lehrmittel so sehr gekürzt, daß die innere Arbeit der Schule für Lehrer und Schüler äußerst erschwert wurde. Wähend der letzten Jahre haben wir nicht nur nicht diejenigen Lehrmittel für Naturkunde gekauft, die verhältnismäßig viel kosten, sondern unseren Schulen selbst die notwendigsten Dinge vorenthalten. Zu unserer Schande müssen wir gestehen, daß wir Schulen haben, in denen Geographie ohne Karte unterrichtet wird. Die Einschränkungen haben es uns unmöglich gemacht, den Arbeits- und Werkunterricht in unseren Schulen auszudehnen, so notwendig dies auch besonders in denjenigen Anstalten wäre, die von Kindern der untersten Schichten besucht werden und bei denen Erziehung zur Arbeit und Vorbereitung für das Leben eine unbedingte Notwendigkeit sind. 3. Lehrer-Seminare. Über die zu große Zahl der Lehrer-Seminare haben wir in unseren früheren Berichten geklagt, und obwohl wir fanden, daß drei Seminare für uns zuviel sind, ist dieses Jahr noch ein viertes hinzugetreten: das vom Misrachi vor drei Jahren gegründete Lehrerinnen-Seminar, das jetzt der obersten Leitung unserer Schulen unterstellt wurde. Jede dieser Anstalten hat allerdings eine besondere Aufgabe, und für jede besteht in gewissem Sinne ein Bedürfnis, aber es entspricht nicht unserem kleinen Budget, vier Lehrer- und: Lehrerinnen-Seminare zu unterhalten, die uns dieses Jahr LE 10.909 (10,3°/0 unseres Budgets) kosten. Um Ersparnisse zu erzielen, haben wir im vorigen Jahre keine neuen Schüler und Schülerinnen in die erste Klasse der beiden allgemeinen Seminare aufgenommen' und wir gedenken diese Maßnahme auch in diesem Jahre zu wiederholen; aber mit derartigen Mitteln werden wir nicht viel erreichen. Die Frage der Seminare erfordert eine radikale Lösung. Ferner können wir nicht vier Anstalten unterhalten und in jeder von ihnen gewisse Ersparnisse vornehmen, weil ein Lehrer-Seminar auf gesunden Grundlagen beruhen muß, da von ihm das Schicksal der Volkserziehumg im Lande abhängig ist. Ein Vorschlag zu radikalen Änderungen muß aus einer umfassenden Klärung erwachsen, und wir hoffen, im kommenden Jahre schließlich zu einer Entscheidung darüber zu kommen, ob wir das allgemeine Lehrer-Seminar mit dem allgemeinen Lehrerinnen-Seminar vereinigen und so die Zahl der Seminare um eins vermindern sollen, öder ob wir, was erwünschter und' gesünder wäre, bei sämtlichen Seminaren als Fachischuilen zwei- bis dreijähriges Studium zur — 314 -

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