Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 313 (sequence 313)
- Language
- German
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Die Verbindung zwischen Schule und Elternhaus wird' immer eniger. Die Lehrer der unteren Klassen suchen die Wohnungen der Kinder auf, um ein Bild1 von ihrem Leben und der häuslichen Erziehung zu gewinnen. Die Schwestern der Hadassa, die in den Schulen arbeiten, kommen mit den Eltern in Fragen, die die Gesundheit der Kinder betreffen, in Kontakt. Zweimal im Jahre veranstalten die Schulen Versammlungen, auf denen die Eltern ihre Wünsche und Forderungen vorbringen können. Die Leiter verschiedener Schulen konstatieren mit besonderer Genugtuung, daß das Verhältnis der Eltern zur Schule immer besser wird. In verschiedenen Schulen bestehen SchülerMubs Die Leitung liegt in den Händen eines Ausschusses, der von den Schülern unter Aufsicht eines Lehrers gewählt wird. In einigen Schulen bestehen Schülergruppen mit bestimmten Zielen, wie eine solche von Naturfreunden, für Literatur, eine dramatische Gruppe, oder für Landwirtschaft. Die Klubs oder Gruppen versammeln sich ein- bis zweimal wöchentlich. In verschiedenen Schulen geben die Schüler eine Zeitschrift heraus, und in einer Schule (der Tachkemoni-Schule in Jerusalem) wird die Zeitschrift von den Schülern selbst in der kleinen zur Schule gehörigen Druckerei gesetzt. In den meisten Schulen bestehen Gruppen von Pfadfindern und Pfadfinderinnen. In einigen Schulen sind die Pfadfinder als besondere Trupips organisiert. An' manchen Orten treten die Schüler in die allgemeinen. Pfadfindertrupps ein. Einige Schulen klagea darüber, daß die allgemeinen Pfadfindertrupps die Schüler der Schule entziehen, weshalb besondere Trupps organisiert wurden, die von Lehrern geführt werden, ohne Verbindung mit fremden Kindern oder mit Kindern.' aus anderen Schulen. In der Volksschule in Haifa ist den Pfandfidhern die Sorge für die Erhaltung des Schulhauses, das Eigentum der Schule, die Arbeitsräume und die Bibliothek übertragen. Die Reformen und Verbesserungen in der Volksschule stehen unter ständigem finanziellen Druck. Ersparnisgründe haben uns gezwungen, allzugroße Klassen einziurichten. In den Kolonien haben wir es zur Regel gemacht, daß in Schulen, die nicht alle Klassen enthalten, im Durchschnitt ein Lehrer auf 30 Kinder kommt, wobei die verschiedenen Altersstufen und Klassen unberücksichtigt bleiben. In den Städten haben wir als Norm 50 Kinder pro Klasse überall da aufgenommen, wo< wir genügend große Räume zur Verfügung hatten. Wir haben 105 Schulklassen in der, Städten, in denen die Schülerzahl 40 übersteigt; 48 Klassen mit 40 bis 45 Kindern; 33 Klassen mit 46 bis 50; 16 mit 51 bis 55; 3 mit 56 bis 60 und 5 Klassem mit 65 Schülern. Die Qualität der Arbeit leidet zweifellos unter einer derartigen Überfüllung, aber wir halten es für richtig, daß alle Kinder in gleichem Maße leiden und dafür alle Kinder die Schule besuchen können. In diesem Jahre sind wir mit den Einschränkungen noch einen Schritt weiter gegangen und haben zu einem gefährlichen Mittel gegriffen. Wir haben in jeder Klasse die Zahl der Unterrichtsstunden um eine Stunde wöchentlich — 313 -