Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 312 (sequence 312)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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- Haifa 1× ep/1047930
- Safed 1× ep/1046078
- Tiberias 1× ep/1048138
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„Omanuth" haben für unsere Schüler und Lehrer neue Horizonte eröffnet. Es besteht nicht mehr jener Büchermangel wie in früheren Jahren, obwohl wir noch immer fern von der Möglichkeit sind, alle Lesebedürfnisse der jungen Leser zu befriedigen. Seitens verschiedener Lehrer werden große Anstrengungen gemacht, um dem Schüler ein billiges Buch oder eine geeignete Zeitschrift in die Hand zu geben. Die Leiter von „Kuppat-Sefer" fahren fort, mit Hilfe der Schüler kleine Hefte herauszugeben. „Moledet", die in diesem Jahre wiederum zu erscheinen begann, bemüht sich, der Jugend geistige Nahrung zu bieten, und „Olam Hajeladim", das es sich zum Ziel gesetzt hat, den jüngsten Schülern geeigneten Lesestoff zu bieten, wird immer mehr ausgebaut. Im Programm der jüdischen Schule bestehen im allgemeinen keine großen Unterschiede im Unterricht der Knaben und Mädchen. Die jüdische Schule ist bemüht,'die Knaben und Mädchen zu erziehen und sie zu gleicher kultureller Höhe zu bringen, aber sie kann dies nicht, ohne mit ihren besonderen erzieherischen Bedürfnissen zu rechnen. In Mädchenschulen war der Unterricht im Nähen immer üblich. Hierin neigt die Schule immer mehr zur Praxis. Die Schülerin muß in dem Maße nähen' und zuschneiden können, wie sie dies einmal im Leben brauchen wird. Das dekorative Moment tritt hinter dem praktischen Ziel zurück. In der letzten Zeit wurde der Unterricht im Kochen eingeführt. Dank der Hilfe der „Junior Hadassah" wurden jetzt in folgenden Schulen Küchen eingerichtet: in Jerusalem in der I. und II. Mädchenschule, in der Talmud^Thora für orthodoxe Mädchen, ferner in den Schulen in Tiberias, Safed, Haifa und Tel-Awiw. Im Zusammenhang mit dem Unterricht im Kochen erwerben sich die Mädchen Kenntnisse in Chemie, Naturkunde und Hygiene. Die Mädchen arbeiten abwechselnd; in der Küche. Sie helfen beim Einkauf der Lebensmittel, decken den Tisch, wischen das Speisezimmer auf und waschen die Tischwäsche. Die Küche ist nicht nur ein Mittel für den Unterricht. Durch das gemeinsame Essen gewöhnen sich die Kinder an Odnung, Sauberkeit und Verträglichkeit. Die Lehrer speisen zusammen mit den Kindern, was das Band zwischen dem Lehrer und seinen Zöglingen verstärkt. In jeder Schule bereitet die Küche Essen für 100 bis 150 Mädchen. Die Unbemittelten erhalten es umsonst und die Wohlhabenden bezahlen ein kleines Entgelt. In den letzten Jahren konnten wir — dank dem Lehrerinnen- Semiinar — allmählich die Zahl der Lehrerinnen in unseren Schulen vergrößern. Besonders dringend erschien, dies in den Mädchenschulen. Die Lehrerin ist auch in den unteren Klassen der Knabenschule mehr am Platze als der Lehrer. Während früher die Frau nur als Handarbeitslehrerin oder Kindergärtnerin tätig war, haben wir jetzt Lehrerinnen für verschiedene Unterrichtsfächer. In diesem Jahre sind bei uns 175 Lehrerinnen (= 30°/0 der Gesamtzahl der Lehrkräfte) tätig (520 Lehrer, die in Anstalten der Kategorie I oder III arbeiten), davon 71 Kindergärtnerinnen, 22 Handarbeitslehrerinnen und 82 Lehrerinnen für verschiedene Fächer. - 312 —