Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 311 (sequence 311)
- Language
- German
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ihren besonderen Charakter in Bezug auf Religion und Programm. — In den Unterrichtsmeiioden entwickelt sich allmählich in unseren Schulen die Tendenz nach Konzentrierung der Fächer und Verstärkung des Arbeits- und Handfertigkeitsunterrichtes als eines pädagogischen Mittels für Erziehung und Unterricht. In den beiden untersten Klassen ist das besondere Unterrichtssystem vollkommener geworden, die Lehrer der Unterklassen besprechen auf besonderen Konferenzen die Verbesserung der Erziehung und der Arbeit in diesen Klassen. Eine Gruppe von Lehrern hat in diesem Jahre Hefte unter dem Titel „Pessdot" herausgegeben, die der Klärung der pädagogischen Fragen in der I. und II. Klasse gewidmet sind. Der Werkunterricht gewinnt in den meisten unserer Schulen immer mehr an Boden. Karton- und Holzarbeit ist in verschiedenen Schulen eingeführt worden. Manche Schulen sind hierin sehr weit fortgeschritten, Die Kinder reparieren selbst die Möbel in den Schulen und fertigen sogar neue Möbel an. In denjenigen Schulen, in denen Küchen und Speisezimmer eingerichtet sind, haben die Kinder selbst die erforderlichen Bänke und Tische angefertigt. Dank den von den Lehrern eingerichteten Sommerkursen, bei denen viel Zeit auf Werkunterricht verwandt wunde, haben sich einige Lehrer mit besonderer Neigung oder Begabung hierfür in einem solchen Maße pädagogisch und fachlich vorbereitet, daß sie jetzt mit Erfolg diese Fächer in ihren Schulen unterrichten können. In einigen Schulen fertigen die Schüler einfaches Unterrichtsmaterial an. Besonders ist dies in den naturkundlichen Fächern unter Benutzung einfachen Materials der Fail, das ihnen leicht zugänglich ist. Manche Schulen sind hierin zu einer beträchtlichen Höhe gelangt, wie die Tachkemoni-Schule in Jerusalem, die Knabenschule in Tel-Awiw und die Volksschule in Haifa. Landwirtschaftliche Arbeit wird nicht nur in den Kolonieschulen, sondern auch in den Städten getrieben. Gemüsebau und Blumenzucht sind die gebräuchlichsten Formen. In einigen Schulen wurden jetzt Gruppen von „landwirtschaftlichen Pionieren" organisiert nach einem System, das in den Vereinigten Staaten üblich ist. Die Schüler züchten Geflügel, bestellen kleine Bodenflächen mit Gemüse und richten Baumschulen ein. Die praktische Arbeit im Garten steht mit dem naturwissenschaftlichem Unterricht in Verbindung. Theorie und Praxis sind miteinander verbunden und wirken gemeinsam an der Entwicklung der Liebe zur Natur und zur Landwirtschaft. In verschiedenen Schulen legen die Kinder zoologische, botanische und geologische Sammlungen aus der Umgebung ihrer Heimat an und auf diesem Wege haben sich einige Schulen wertvolle Sammlungen erworben, die nicht nur den augenblicklichen Schülern., sondern auch späteren Schülergenerationen zur Belehrung dienen werden. Das Erscheinen hebräischer Lehrbücher in Palästina und im Auslande half viel zur Verbesserung des theoretischen Unterrichtes in den jüdischen und1 in dem allgemeinen Fächern. Die Veröffentlichung hebräischer Lektüre für Kinder und Jugendliche trug zur Entwicklung unserer Schüler viel bei. Die Verlage ,.Dwir" und — 3L1 —