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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 300

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 300 (sequence 300)
Language
German
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Wenn wir nun auch heute, solange noch kein Hafenplatz in Palästina errichtet ist, von einem Transithandel durch Palästina nicht sprechen können, so müssen wir doch mit größerem Nachdruck die Ermäßigung der Eisenbahntarife und die Aufhebung des Einfuhrzolles auf Benzin fordern. Touristenverkehr und die Schaffung von Kuroden. Der anwachsende Touristenverkehr im Lande (bis 40.000 Touristen jährlich) kann für eine ganze Reihe von Industrien, sowie für gewisse Handelszweige, für die Eröffnung von Hotels usw. eine Basis bilden und damit zur Erwerbsquelle eines großen Teiles der städtischen Bevölkerung werden. Der Touristenverkehr sollte daher in den Tätigkeitsbereich der Abteilung für städtische Kolonisation einbezögen werden oder aber es müßte für ihn eine besondere Abteilung geschaffen werden (mit einem Minimal-Budget von LE 3000.—). Unser Departement schuf eine Vorbereitungs-Kommission für die Schaffung von Kurorten, die den Zustrom von reichen Touristen vergrößern sollen. Das Land ist reich an Naturschätzen für die Entwicklung von Kurorten. Außer seinen religiösen und historischen Erinnerungs-Stätten, zeichnet sich das Land durch Heilquellen aus, sowie durch Früchte, die zu Heilzwecken verordnet werden, wie Orangen, Weintrauben; ebenso ist seine geographische und klimatische Lage für die Entwicklung von Kurorten geeignet. Die Presse. Unser Departement unterstützte die zwei den Wirtschaftsfragen im Lande gewidmeten Zeitschriften: „Mißchar we Taassia" in hebräischer Sprache, sowie „Palestine and Near East" in englischer Sprache. Die Bedeutung dieser beiden Zeitschriften, die auf die industriellen und Handelskreise in Palästina und dem Auslande von Einfluß sind, die eben so in Regierungs- und englischen Kreisen gelesen werden, ist wohl unangezweifelt. Die hebräische Zeitschrift ist die einzige, die die industriellen Erfahrungen im Lande zusammenfaßt, statistisches Material sammelt, die Gründe des Versagens mancher Unternehmen untersucht und auf eine systematische Rationalisierung der Produktion: hinweist. Die englische Zeitschrift richtet sich in der Hauptsache an die Leser im Auslande, weist den Weg zur Investierung neuer Kapitalien in verschiedenen Wirtschaftszweigen Palästinas und gibt richtige Darstellungen des wirtschaftlichen Lebens im Lande. Gleichzeitig ist ein Teil der Zeitschrift der wirtschaftlichen Lage der an Palästina angrenzenden Länder, sowie ihren Beziehungen zu Palästina gewidmet, sodaß die Zeitschrift auch in Kreisen gelesen wird, die an Handelsverbindungen mit dem Vorderen Orient überhaupt interessiert sind. — 300 —

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