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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 287

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 287 (sequence 287)
Language
German
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Die Schokoladen-Fabrik „Raanan" wurde von Herrn Lieber erworben und erneuerte im Oktober 1926 ihre Arbeit. Sie verstand es in kurzer Zeit sich auîs neue das Vertrauen auf dem Absatzmarkt zu verschalen und begann ebenfalls bereits mit dem Export ihrer Erzeugnisse. Ebenso begann die Lederfabrik von Levkovitz auîs neue zu arbeiten und insbesondere nach Syrien zu exportieren. Im Jahre 1926 sandte idle Fabrik für LE 4000 Waren ins Ausland1; im ersten Halbjahr 1927 erreichte der Export bereits LE 7000.—. Auch begann die Seifenfabrik von D e 1 f i n e r aufs neue zu arbeiten; doch ist ihre Tätigkeit infolge des Mangels an flüssigem Betriebskapital noch eine recht sichwache. Überhaupt ist die gesamte Textil-Industrie gegenwärtig im Begriffe, ihre Lage zu festigen und sich mehr und mehr zu entwickeln. Außer den bereits bestehenden Textil-Fabriken „Lodzia", „Sriga" und „Hassoreg" wurde eine neue Strumpffabrik Friedimann & Edelstem geschaffen, die ebenfalls ihre Erzeugnisse exportiert, ferner eine Fabrik für Strickwaren von Karso & Rotlevi, eine Strumpffabrik von Baron und' noch eine Reihe größerer und kleinerer Betriebe. Im Jahre 1925 bestanden in Tel Aviv drei Textilfabriken, die 24 Arbeiter beschäftigten und in denen ein Betriebskapital von LE 43.000.— investiert war Im Jahre 1926 gab es schon 13 solche Fabriken, die 216 Arbeiter beschäftigen und in denen ein Kapital von LE 90.000.— arbeitete. Im Laufe der letzten Jahre entwickelte sich auch die S p i r it us-Industrie; zu den drei bestehenden1 Spiritusfabriken kam eine vierte hinzu. Im Jahre 1924 wurden im Lande 52 Tonnen Alkohol produziert, im Jahre 1925 262 Tonnen. Die bestehenden Fabriken vereinigten sich zu einem* Syndikat und so könnte die Spiritus^ Fabrikation sich sehr schön entwickeln, wenn die Regierung nicht auf denaturierten Spiritus einen hohen Einfuhrzoll erlassen hätte, ebenso wie sie es auf Alkohol getan hatte. Das Bedürfnis des einheimischen Marktes nach reinem Alkohol ist sehr gering und die bestehenden Fabriken begannen daher zur Fabrikation des bisher importierten Dénaturâtes in einer Menge von 71.000 Gallonen überzugehen. Sie konnten jedoch die Konkurrenz mit dem importierten Dénaturât nicht bestehen und mußten ihre Arbeit so sehr einschränken, daß gegenwärtig anstelle der vier nur eine Fabrik arbeitet. Herr Duschnitz schuf im Anschluß an seine Spiritusfabrik eine Fabrik für Kohlensäure. Auch idie Z i g a r e t ten - I n d u s t r i e entwickelte sich gut. Erez Israel raucht 70 Millionen Zigaretten monatlich. Davon stammen 60 Millionen ans der heimischen Industrie. Doch nimmt innerhalb dieser heimischen Industrie die arabische Fabrik „Mavrok" mit einer Produktion von 25 bis 30 Millionen Zigaretten monatlich den ersten Platz ein, an zweiter1 Stelle steht die Fabrik „Maspero", eine englische Fabrik mit 7 bis 8 Millionen monatlicher Produktion, — 287 —

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