Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 286 (sequence 286)
- Language
- German
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Neue Industrie«!. Die größte Fabrik, die in der Periode 1925—26 eröffnet wurde, ist die Zement-Fabrik „N es eher" in Haifa. Das für sie erforderliche Kapital betrug LE 300.000.—; ihre Produktion war 60.000 Tonnen; sie beschäftigt 250 Arbeiter. Die Fabrik wurde im Oktober 1925 in Betrieb genommen, ihre erste Produktion erschien auf dem Markte im November 1925. Es gelang der Fabrik in kurzer Zeit, 70° /„ des Zement-Bedarfes des Landes zu decken (nicht nur den jüdischen Bedarf; auch die Araber zogen bakl den „Nescher"-Zement den von draußen kommenden Marken vor). Im Oktober 1926 begann die Fabrik, ihre Produktion auch ins Ausland zu exportieren, vor allem nach Syrien und nach Ägypten. Im Januar 1926 wurde die Mazzoth-Fabrik in Haifa eröffnet, die den großen Mühlen angeschlossen ist, ein Betriebskapital von LE 40.000 besitzt und cca. 80 Arbeiter beschäftigt. Die Produktion der Mazzoth-Fabrik verstand: es bald1, mit den Manischewitz-Mazzoith, die bisher in das Land importiert wurden, erfolgreich zu konkurrieren. Während im Jahre 1925 für einen Betrag von LE 1127.— und im Jahre 1926 für einen Betrag von LE 1168.— Mazzoth eingeführt wurden, betrug der1 Import zu Pessach 1927 nur LE 87.—. Gleichzeitig begann die Fabrik sofort mit dem Export von Mazzoth, von denen im Jahre 1926 allein für LE 6988.— ausgeführt wurden. Im Februar 1926 wurde die Streichhölzer-Fabrik der Brüder Weizmann in Akko gegründet. In dieser Fabrik ist ein Betriebskapital von LE 12.000.— investiert und sie beschäftigte ca. 40 Arbeiter. Es ist dies die zweite Streichholz-Fabrik in Erez-Israel. Die erste wurde in Tel Aviv im Jahre 1925 von Herrn Kavlin geschaffen; doch war ihre Tätigkeit nicht ausgedehnt genug, sodaß sie den Import von Streichhölzern aus dem Auslände nur sehr wenig beeinflußte. Doch gelang es der Produktion dieser Fabrik der Brüder Weizmann ohne besondere Schwierigkeit, den Markt im Lande zu erobern und den Import von Streichhölzern auf 1/7 herabzudrücken. In der letzten Zeit wurden wiederum zwei größere Fabriken eröffnet, die sich vervollkommneten und auf neuer Basis reorganisiert wurden, sodaß sie nun gute Resultate erhoffen lassen: die eine ist die Strumpf-Fabrik „Lodzia", die andere die Schokoladen-Fabrik „R a an an". Die Fabrik „Lodzia" ging in die Hände des Herrn Schinker über, erwarb neue Maschinen und beschäftigt ca. 100 Arbeiter. Der Import von Strümpfen aus dem Ausland fiel in den letzten 6 Monaten des Jahres 1926 um LE 13.000.—, was ungefähr der Produktion dieser Fabrik in demselben Zeitraum entspricht. Die Fabrik begann sofort mit dem Export von Strümpfen ins Ausland und führte schon im ersten Jahre für mehrere tausend äg. Pfund Waren aus. Im ersten Halbjahre 1927 erreichte der Export bereits die Ziffern des gesamten Jahres 1926. - 286 -