Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- X (1911)
- Date
- 1911-08-09
- Page
- Seite 152 (sequence 179)
- Language
- German
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— 152 — halten, da die Hinterlassenschaft bis jetzt noch nicht liquidiert ist. Der Zionismus in Südafrika zählt wenig wohlhabende Leute zu seinen Anhängern, und wir fürchten, daß von dieser Seite wenig Erfolg zu erwarten ist. Die Propaganda wird durch häufige Aufrufe im „Zionist Record" unterstützt, ferner durch Beschreibungen der N. F.-Arbeit in Palästina und so weit wie möglich durch Entsendung von Rednern, meist nur in unsere unmittelbare Nachbarschaft. Wir haben auch vielfach Gemeinden und Minjanim ersucht, Kaaroth am Erew-Jomkippur aufzustellen. — Sämtliche Aufrufe und Zirkulare an die verschiedenen Kommissionen werden gratis abgegeben. Mündliche Agitation. Wanderredner werden nur dorthin gesandt, wo sich eine besonders günstige Gelegenheit bietet. Unsere Mittel sind zu gering, um dauernd Wanderredner umher zu schicken, deren Reiseunkosten bei den großen Entfernungen hier enorm sein würden. II. Statistik. Nachstehend unterbreiten wir eine vollständige und detaillierte Liste aller Nationalfondssammlungen in den Jahren 1909 und 1910 und der ersten vier Monate des Jahres 1911. Bei Betrachtung der Statistik werden wir in der Uberzeugung bestärkt, daß der Fortschritt in Südafrika ein stetiger und sehr befriedigender ist. Wenn auch noch sehr viel zu tun übrig bleibt — es sind eine Reihe von jüdischen Zentren vorhanden, aus denen wenig oder garnichts für den Nationalfonds eingeht — so sind wir doch der Meinung, daß von Jahr zu Jahr die Zahl der Orte größer wird, die sich an unserer Arbeit beteiligen. Es muß auch berücksichtigt werden, daß Südafrika sehr dünn bevölkert ist und daß in den meisten sogenannten jüdischen Zentren nur 10—30 jüdische Familien vorhanden sind. Häufig stellt sich heraus, daß die meisten dieser Familien im Laufe des Jahres nach irgend einem andern Distrikt verzogen sind. Bei Betrachtung der Endresultate in den drei erwähnten Perioden ergibt sich folgendes Bild: Während die Gesamtsumme des Jahres 1909 £ 1185.4.5 betrug, was einen Monatsdurchschnitt von £ 98.15.1 ergibt, war die Gesamtsumme für 1910 £ 1453.19.9, d. h. ein Monatsdurchschnitt von £ 121.3.4. Diese Zunahme ist, wie wir glauben, eine ganz erfreuliche, wenn man berücksichtigt, daß die N. F.-Spenden zur Zeit der Agitationsreise von Madame Pewsner zu Gunsten des Bezalel einen ganz bedeutenden Rückgang erlitten haben» Nachdem die genannte Dame jedoch abgereist und spezielle Aufrufe unsers Bureaus erschienen waren, gingen die N. F.-Spenden wieder in die Höhe und die Sammlungen wurden wieder wie früher eifrig betrieben. Die ersten vier Monate des Jahres 1911 ergaben insgesamt £ 513.15.4, d.h. ein Monatsdurchschnitt von £ 128.8.11. Wir zweifeln indes, ob das Jahr 1911 als ganzes diesen Monatsdurchschnitt übersteigen wird, da spezielle Anforderungen lokaler Natur zurzeit an unsere Gesinnungsgenossen gestellt werden. So z. B. dürften die Ausgaben für die IV. Südafrikanische Konferenz zeitweilig die Nationalfondssammlungen schwächen. Bei Vergleich der Summen von 1909 und 1910 finden wir, daß die größte Zunahme die Golden-Buch-Eintragungen und die Ölbaum-