Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- X (1911)
- Date
- 1911-08-09
- Page
- Seite 131 (sequence 156)
- Language
- German
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— 131 — h) Die Sammelbüchlein behaupten sich in ihrer Beliebtheit. Es wurden davon ausgegeben 1909..........1777 Stück 1910..........1737 „ 1911 bis 151/5.. 595 „ i) Ansichtskarten haben wir zum Teil jene des „Jüdischen Verlages", zum Teil anderer Verlage, vor Neujahr mit entsprechendem Glückwunschaufdruck, verkauft, seit Herbst 1910 aber haben wir uns darauf verlegt, den Verlag eigener, neuer künstlerisch ausgeführter Karten, welche Bilder h ervorragen de i- Parteiführer und sonstiger Juden, sowie Ansichten aus Palästina bringen, selbst zu verlegen. k) Letztwillige Verfügungen zugunsten des J. N.-F. sind nach den Landesgesetzen, obgleich die englische Genossenschaft „Keren Kajemeth Lejisroel" die Zulassung zum Geschäftsverkehr in Österreich noch nicht nachgesucht und erwirkt hat, ohne weiteres zulässig und zwar unter den allgemeinen Modalitäten. Demnach ist der letzte Wille (als „Testament", wenn jemandem der ganze Nachlaß oder eine Quote desselben zugedacht ist und als „Kodizill", wenn der Bedachte ein auf eine bestimmte Summe oder bestimmte Gegenstände beschränktes Legat erhalten soll), entweder schriftlich, indem der Erblasser den Kontext eigenhändig schreibt und unterschreibt, oder mündlich vor drei zugleich gegenwärtigen und fähigen Zeugen zu erklären, oder aber vor Gericht oder einem Notar. Die 10 % ige Erbgebühr trifft In- und Ausländer gleich. Auf das von Herrn Baruch Kahane zugesicherte Leibrentenkapital von 100 000 Frs. wurden bisher 45 000 Frs. bar bezahlt, der Eest ist hypothekarisch gesichert. Von zweiter Seite sind 15 000 Kr. für den J. N. F. und verwandte Institutionen durch Testament in Aussicht gestellt und von verschiedenen andern Personen kleinere Legate. III. Propaganda. Korrespondenz. Neuernannte Ortskommissäre wurden an Hand der Kölner „Instruktion", unseres „Eegulativ" und diverser Drucksorten über ihre Pflichten belehrt, wohlhabende Juden bei freudigen und traurigen Familienereignissen von uns an den N. F. erinnert. Wir suchten die Korrespondenz den Personen und ihren Eigenheiten anzupassen, allen halbwegs berechtigten Wünschen nachzukommen und jeden Bureaukratismus zu vermeiden. Die jüdische Presse haben wir nebst unsern Ausweisorganen nur zu Purim und den hohen Feiertagen benutzt. Flugblätter und Broschüren, und zwar überwiegend in Deutsch haben wir zumeist vom Hauptbureau bezogen und zwar: 1909............64 500 Stück 1910...........62 750 „ 1911 bis 15./5.... 46 000 „ Überdies haben wir selbst 1910 20 000 deutsche Herzlwaldflugblätter und zu Purim 2 000 Stück des Purimfestspiels von Frau Dr. Wachsner, Groß- Streblitz, sowie 20 000 polnische Kinderflugblätter und 1911 2 000 PLDC- Flugblätter aufgelegt, doch noch nicht vollständig verausgabt. 9*