Mannheim
Compact Memory

Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1911-08-09 · X (1911) · p. Seite 123

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
X (1911)
Date
1911-08-09
Page
Seite 123 (sequence 146)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
95% known words query
IRI
…/9038125-9038126--0149-9038272
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

- 123 — Die N. F.-Kommission der L. S. St. besteht derzeit aus den Herren: Dr. Egon Zweig, Hof- und Gerichtsadvokat, Ohmann; Heinr. Led er er,* Kaufmann, Obmannstellvertreter; Sam. Nußbaum, cand. ing., 1. Schriftführer; Siegfr. Schmitz,* cand. phil., 2. Schriftführer; Dr. Emil Stein, Arzt, 1. Kassarevisor; Julian Oschery, Privatbeamter, 2. Kassarevisor; Adolf Böhm, Fabrikant, Bücherkontrollor; Dr. Leop. Meisel, Hof- und Gerichtsadvokat, Lazar Tennenbaum,* cand. ing., Beisitzer; Hugo Eben* cand. med., Distriktskommissär für Innerösterreich. Jeden Monat, in der Regel am ersten Dienstag, hielt die Kommission Sitzung, die zunächst das Budget — seit 1911 an Hand eines Monatsabschlusses — dann wichtige, aus der Korrespondenz auftauchende Fragen, endlich freie Anträge behandelte. Die L. S. St unterhielt nach wie vor ihr eigenes N. F.-Bureau in den Räumen des historischen „Kongreßbureaus", IX, Türkenstraße 9, nunmehr als Hauptmieter, welcher andere zionistische Behörden und Institutionen, wie eine Lesehalle, als Submieter aufnahm. Das Sclnvergewicht der sich häufenden Arbeit fiel immer mehr auf die von vier auf sechs vermehrten Angestellten, von denen der langjährige Kassier Wolf Teitelbaum hervorgehoben sei. Zwei dieser Angestellten wirkten bei uns nur im Nebemmt. Die Korrespondenz mit dem Hauptbureau und andern Zentralstellen wurde vornehmlich vom Obmann erledigt, die übrige Korrespondenz von den Schriftführern und Herrn Tennenbaum. Als hauptsächliche organisatorische Agenden des Bureaus, welches stets der unmittelbaren Leitung eines Kommissionsmitgliedes untersteht, kommen in Betracht: a) Die Geldeinziehung. Die von uns aus Gründen der Zeit- und Geldersparnis, der Ordnung und Kontrolle stets energisch vertretene Forderung, daß alle N. F.-Gelder von den 0rtskommissären — und nur von diesen — direkt an uns und nicht erst an Zwischenstellen, wie besonders Zeitungsadministrationen abzuliefern seien, hat sich fast lückenlos durchgesetzt. Nur in Böhmen, wo schon lange vor uns das Geldinkasso beim Distriktskommissär streng zentralisiert war, ließen wir es wegen der tadellosen Präzision der A^errechnung heim alten Modus bewenden. Die Erlagscheine unseres Postsparkassenkontos Nr. 100 208 haben wir bei jeder Gelegenheit verbreitet und so die fast ausschließliche Verwendung derselben bei der Geldablieferung durchgesetzt. Auch der von uns seit jeher beklagte Mißbrauch, Gelder direkt ins Ausland, an das N. F.-Hauptbureau, die „Welt", die Kolonialbank usw. zu senden, ist — dank der Mithilfe des Hauptbureaus — bezüglich der N. F.-Spenden fast ganz abgestellt, noch nicht aber bezüglich der Geldsendungen an den „Bezalel", die Banken und die übrigen Institutionen. Hier stoßen wir nicht nur auf ein Widerstreben dieser Institutionen selbst, sondern auch auf jenes einiger der bewährtesten N. F.-Kommissäre, zumal in Galizien. Wenngleich wir bei (Die mit * Bezeichneten sind an Stelle der im letzten Tätigkeitsbericht genannten Willi. Beigel und Jos. Franzos sowie des nachher fungierenden Dr. Hugo Znckermann kooptiert worden.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.