Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- X (1911)
- Date
- 1911-08-09
- Page
- Seite 121 (sequence 144)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/9038125-9038126--0147-9038270- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
5. Propaganda. Unser Material von früher (vgl. den letzten Bericht des Hauptbureaus) fand ausgiebige Verwendung. Außerdem haben wir im Berichtsjahre folgende Schriften herausgegeben: 1. Einen ausführlichen Bericht für das Jahr l')0(J mit einer genauen Statistik aller Ortschaften und aller Einnahmequellen, mit einer Einleitung in hebräischer Sprache vom Unterzeichneten, in 5000 Exemplaren; 2. drei Zirkulare in hebräischer Sprache, darunter eines in der Form einer Broschüre ,,An die Freunde des J N. F.", in 5000 Exemplaren. 3. Die letzte Broschüre in Jargon, 20 000 Exemplare; 4. Eine neue Auflage unseres ersten Flugblattes: „Was kann und darf jeder Jude für den N. F. tun?-', 15 000 Exemplare. Wie früher, haben wir in den Ostseeprovinzen mit den Flugblättern des Hauptbureaus gearbeitet. 6. Ausgaben. Ebenso wie im Vorjahre, haben wir auch diesmal von den Spenden nur 10 "/o abgezogen. Bei unserer großen Arbeit, die immer stärker anwächst, bei den undankbaren Verhältnissen, war es eine sehr schwierige Aufgabe, die wir nur dadurch bewältigen konnten, daß wir erstens viel freiwillige Mithilfe hatten und zweitens die kleinen Verdienste, die wir beim Verkauf von Ansichtskarten und Briefpapier erhielten, für unsere Bureauausgaben verwendet haben. EL Tätigkeitsbericht für das erste Quartal 1911. Die Arbeit in diesem Jahre hat mit guten Ergebnissen und Erwartungen begonnen. Zu den 98 906 Mark, die die ersten drei Monate dem N. F. eingebracht haben, lieferte Kußland 23 641 Mark, also zirka ein Viertel. Leider war der letzte Monat dieser kurzen Periode gleichzeitig der letzte in der regelmäßigen Tätigkeit für den N. F. in Eußland unter meiner Leitung. Aus Rücksichten, die nicht von meinem Willen abhängen, die ich aber respektieren muß, mußte ich die Arbeit, in der ich bisher keine Hindernisse fand, unterbrechen; wollen wir hoffen, — für nicht zu lange Zeit. Ich meinerseits und gleichzeitig das Hauptbureau veröffentlichten eine Mitteilung, in der wir alle Spender aufforderten, ihre Spenden bis auf weiteres an das Hauptbureau direkt abzuführen. Wie vorauszusehen war, ist es leichter dies zu verlangen, als es überall, besonders in den vielen kleinen Nestern, ausgeführt zu sehen. Der Monat April brachte aus Rußland nur 5236 Mark bei insgesamt 35 630 Mark; ein großer Teil wurde in der ersten Hälfte des April noch auf meine Adresse von denjenigen zugeschickt, zu denen unsere Mitteilung noch nicht gelangt war; diese Spenden wurden von mir gleich nach London abgeführt; eine genaue Publikation derselben mußte aber unterbleiben. In der letzten Zeit erhalten wir hier fast garnichts, leider das Hauptbureau auch sehr wenig.